3. Liga: Super-Heimserie der SVG hält - Aufstieg aus finanziellen Gründen noch nicht drin

Schaulaufen der Fritzlarerinnen

War am Kreis ein ständiger Unruheherd: Fritzlars Hannah Puntschuh (links) gegen Gloria Pavlova. Foto: Hahn

Fritzlar. Sie hatten sich wirklich etwas vorgenommen. In der Halbzeit noch versuchte Torwarttrainer Daniel Neumann vom Handball-Drittligisten MTV Altlandsberg seine Schützlinge wieder in Form zu bekommen. 10:19 stand es da schon im angeblichen Spitzenspiel bei der SV Germania Fritzlar. Das Torhütergespann Höft/Haas hielt in der ersten Hälfte gerade mal vier Bälle.

Anschauungsunterricht gab es auf der anderen Seite, wo Vanessa Maier fast jeden Ball magisch anzog und nach dem 31:17 lapidar meinte: „Die Altlandsberger haben genauso geworfen, wie im Video zu sehen war.“ Immer warf der gegnerische Rückraum flach aufs Tor. Immer war Maier mit dem Fuß dazwischen. „Da könnte man sein Wurfbild auch mal umstellen“, bemängelte ein angesäuerter MTV-Coach Fabian Lüdke, der seinem Team „kollektives Versagen“ attestierte.

Das angekündigte Spitzenspiel erwies sich als Schaulaufen für den neuen Spitzenreiter der 3. Liga Ost aus Fritzlar. Auch wenn Lüdke eine Favoritenrolle für sein Team von vornherein abgelehnt hatte. „Wir haben vergangene Serie gegen den Abstieg gespielt und in der Vorrunde von unserer 3:2:1-Deckung gelebt. Darauf haben sich die Gegner jetzt aber eingestellt“, erkannte Lüdke. Zwar bekam er kurzfristig die bulgarische Nationalspielerin Gloria Pavlova für die Aufstiegsmission gestellt, musste aber feststellen, dass diese nicht mit der „Brechstange“ funktioniert. „Sicherlich sind wir finanziell ganz gut aufgestellt. Für mich war aber die Konsolidierung in dieser Serie wichtiger. Das ist in dieser verrückten Liga aber nicht möglich“, so Lüdke. Denn der Abstand zum Abstiegsplatz beträgt für die Brandenburger nur noch fünf Punkte.

Damit haben die Domstädter freilich nichts zu tun. Aber wird in diesem Jahr das Abenteuer 2. Liga angegangen? „Für die 2. Liga müssen die finanziellen Bedingungen stimmen und soweit sind wir derzeit noch nicht“, meint der Vorsitzende Heinz Huth. Schade eigentlich, denn mit so einer Leistung vom Sonntag könnte der Drittliga-Spitzenreiter sicherlich auch in der zweithöchsten Spielklasse mithalten. Zumindest in den Heimspielen. Denn da hielt die Super-Serie von 24 Spielen ohne Niederlage.

In den anderen Drittliga-Staffeln sieht es schon klarer aus, was das Thema Aufstieg angeht. Derzeit haben die TSG Ketsch (Süd), die HSG Kleenheim (West) und die HSG Hannover-Badenstedt (Nord) die besten Karten im Aufstiegsrennen. Bis zum 29. April muss der Antrag auf eine Zulassung zur 2. Bundesliga beim Verband vorliegen.

Von Daniel Schneider

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