Drittligist SG 09 Kirchhof: Aus der Abschluss- könnte eine Aufstiegsparty werden

Schwebezustand vor Hit

Wir waren mal kurz weg: Sind die Kirchhofer Handballerinnen - hier Kim Mai (l.) und Rica Wäscher - am Wochenende wieder „da“ sprich in der 2. Handball-Bundesliga? Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Nicht laut, aber hörbar. Dass nämlich die SG 09 Kirchhof als Vize-Meister der 3. Handball-Liga Ost doch noch die Chance hat, in die 2. Liga aufzusteigen. Und etwas leiser, dass das sogar ohne Relegation gelingen könnte. Klarheit darüber herrscht (hoffentlich) noch vor dem kommenden Spitzenspiel gegen die Füchse Berlin (So. 17 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen), die als Meister fürs Unterhaus bereits qualifiziert sind, aber aus wirtschaftlichen Gründen um den Aufstieg bangen.

• Die Aufstiegsregelung: Normalerweise steigen vier Mannschaften aus der 2. Liga ab und werden durch die vier Staffelsieger der 3. Liga ersetzt. Da Kleenheim keinen Antrag auf eine Lizenz für die kommende Spielzeit gestellt hat, gibt es diesmal nur drei Absteiger. An der Zahl der Aufrücker (nämlich vier) ändert sich deshalb nichts.

• Die Situation: In der Nordgruppe sind der TV Oyten (1.) und der SV Henstedt-Ulzburg (2.) vorn - und beide haben auf den möglichen Aufstieg verzichtet. Im Westen ist die TSG Eddersheim auf dem ersten Platz - und will dem Vernehmen nach nicht nach oben. Der Tabellenzweite, die Bundesliga-Reserve von Bayer Leverkusen, darf nicht. Im Süden hat Spitzenreiter SC Korb eine Spielgemeinschaft mit Waiblingen gegründet, um das „Abenteuer 2. Liga“ stemmen zu können. Auch Verfolger HCD Gröbenzell hat seine Aufstiegsambitionen verkündet. In der Ost-Staffel sind die Füchse Berlin längst durch, doch ob sie das Aufstiegsrecht wahrnehmen können, ist noch ungewiss. Bis zum morgigen Freitag muss der Verein die Lizensierungsunterlagen, also u.a. den Nachweis eines gedeckten Etats für die 2. Liga, beim Deutschen Handball-Bund eingereicht haben, was der Tabellenzweite Kirchhof längst getan hat.

• Das Aufstiegsszenario: Vorausgesetzt, dass Berlin noch die nötigen finanziellen Zusagen bekommt (Managerin Britta Lorenz: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“), würden nach dem aktuellen Stand die Füchse, Kirchhof, Korb und Gröbenzell aufsteigen. Das könnte sich natürlich noch ändern, falls einer der anderen sportlich qualifizierten Anwärter doch noch seine Lizensierungsunterlagen abgibt, etwa wenn kurzfristig ein Sponsor auftaucht. Dann wäre auch wieder eine Relegation möglich.

• Das Spitzenspiel: Dieser Schwebezustand ist natürlich für die Rivalen alles andere als angenehm. „Wir bereiten uns so vor, als wenn wir danach noch mal in der Relegation ran müssen“, versucht Kirchhofs Trainer Christian Denk den Wettkampfmodus trotz der unklaren Situation aufrecht zu erhalten. Und rät seinen Schützlingen, „dieses Spiel zu genießen“. Schließlich treffen dabei die absoluten Topteams der Oststaffel aufeinander. Wobei das eine (Kirchhof) zwar das andere (Berlin) nicht mehr einholen kann, aber zumindest dessen Durchmarsch ohne jeden Punktverlust verhindern will.

• Abschlussparty: Gefeiert wird nach dem Spiel in der Stadtsporthalle auf jeden Fall. Mit Mannschaft, Trainer, Förderern und Fans. Der Abschluss einer erfolgreichen Saison und vielleicht sogar der ersehnte Aufstieg in die 2. Liga.

Von Ralf Ohm

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