Germania gegen Plesse-Hardenberg ohne Esther Meyfarth

3. Handball-Liga Ost: Ein Sieg für Fritzlar ist Pflicht

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Leistungsträgerin: Lena Dietrich, hier gegen den Frankfurter HC, peilt mit Fritzlar den ersten Sieg an. 

Fritzlar. Die Rollen sind verteilt. Gastgeber SV Germania Fritzlar peilt einen Spitzenplatz in der 3. Handball-Liga Ost an, Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg bestreitet sein erstes Pflichtspiel überhaupt auf diesem Niveau.

„Wir sind in der Pflicht und müssen den Gegner klar dominieren“, sagt SVG-Trainerin Viktoria Marquardt vor dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, König-Heinrich-Schule). Die Gastgeberinnen können personell fast aus dem Vollen schöpfen. Etwas überraschend zählt neben der wiedergenesene Janina Dreyer auch Lena Kerwin zum Aufgebot. Die Rechtsaußen drohte erneut längerfristig (Gürtelrose) auszufallen. „Sie hat vom Arzt grünes Licht. Wir bauen sie aber behutsam auf“, betont Marquardt.

Eine Schwächung für Fritzlar ist, dass Esther Meyfarth (Grippe) ausfällt. Dafür feiert Franziska Chmurski ihre Premiere auf der Mitte. Die torgefährliche Berlinerin hatte allerdings die erste Vorbereitungsphase verpasst, trainiert „erst“ seit fünf Wochen mit dem Team. „Franzi will häufig mit dem Kopf durch die Wand und ist gedanklich manchmal zu schnell für ihre Mitspielerinnen“, sagt die Trainerin, die ihren Königstransfer deshalb eigentlich nicht direkt ins kalte Wasser schmeißen wollte. Alternativ kann Xenia Ahrend als Spielmacherin helfen.

Während die treffsichere Linksaußen Lena Dietrich, Siebenmeterspezialistin Bibiana huck und auf Halbrechts Melina Horn gesetzt sind, sind die anderen Positionen umkämpft. Aus dem Bauch heraus entscheidet Marquardt, ob Vanessa Maier oder Lea Gürbig im Tor beginnt. „Beide bekommen ihre Spielanteile“, verspricht der Coach. Das gilt ebenso für die Halblinken. Die Nase vorn hat Abwehrspezialistin Vilte Duknauskaite. Aber auch Maria Kiwa und Janina Dreyer drängen ins Team. Spannend wird es am Kreis, wo Lorena Lorenz nach ihrem verletzungsbedingten Seuchenjahr dicht dran ist an Hannah Puntschuh. „Hier brauchen wir viel Bewegung, müssen einfache Tore werfen und unnötige Zweikämpfe vermeiden“, sagt Marquardt.

Der Neuling gilt als bissig und verfügt über Insiderwissen. Seit fünf Wochen ist Germania-Meistermacher Frank Mai Co-Trainer bei Plesse-Hardenberg. „Wir wollen Fritzlar so lange wie möglich ärgern“, sagt der 53-Jährige, der selbst allerdings auswärts nicht mitreist, weil er noch andere Teams coacht.

Die Südniedersächsinnen wagen das „Abenteuer“ 3. Liga im zweiten Anlauf, nachdem sie 2016 als Meister noch verzichtet hatten. „Es muss schon viel passen, damit wir drin bleiben“, sagt Mai. Umso bitterer für die HSG, dass mit Spielmacherin Annika Hollender (Kreuzbandriss) das Herz des Teams fehlt. Dafür darf sich Neuzugang Alena Breiding, die aus Vellmar kam, auf der Mitte beweisen. Noch mal wissen möchte es Linksaußen Jana Kurzbuch, die bis 2015 in Fritzlar reifte. 

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