3. Liga: Tabellenführer deklassiert Bayreuth

Sogar Berchten war aus dem Häuschen

Bayreuth. Das war eine richtige Ansage! Die SG 09 Kirchhof gewinnt in der 3. Liga sein Auswärtsspiel bei HaSpo Bayreuth mit 31:15 (17:4). Damit endete die unglaubliche Heimserie von Bayreuth. Die blieben zuvor 28 Monate in eigener Halle unbesiegt – bis Kirchhof anreiste.

Die SG zeigte sich von Beginn an hochkonzentriert und zwang den Bayreuther Angriff zu Fehlern. „Wir wussten, dass wenn wir in die Zweikämpfe gehen, Bayreuth Probleme bekommt“, sagte Kirchhof-Trainer Markus Berchten. Zudem erwischte Karina Morf, die gegen Hahlen noch auf der Bank saß, im Tor einen regelrechten Sahnetag. Sie hielt vor allem in der ersten Hälfte unglaublich viele Bälle. Die gegnerischen Spielerinnen verzweifelten mit zunehmender Spieldauer an der Schweizerin.

Aufbauend auf die starke Deckung lief Kirchhof viele Konter und ging über 3:1 mit 12:1 in Führung. 22 Minuten waren da schon gespielt. „Karina hat einfach alles rausgeholt und tolle Pässe gespielt“, verteilte Berchten ein Sonderlob. Einmal in Fahrt lobte der Coach sein Team weiter: „Das war die beste erste Halbzeit, die ich von meiner Mannschaft je gesehen habe. So gut spielen wir noch nicht einmal im Training.“

In der Tat hatte die erste Hälfte fast Trainingscharakter für den Tabellenführer. Dem Aufsteiger aus Bayreuth fiel kein Mittel an, um gegen die kompakte Deckung zu bestehen. 17:4 hieß es so bereits zur Pause. In der zweiten Hälfte nahm Berchten dann Rafhaela Priolli (Cut am Kinn) und Cristina Mihai vom Feld. In der Folge ließ zwar etwas die Konzentration und Durchschlagskraft im Angriff nach, am klaren Auswärtssieg beim Aufsteiger änderte das aber nichts mehr. Auch diesmal trug sich jede mitgereiste Spielerin in die Torschützenliste ein.

In der nächsten Woche steht für die Berchten-Sieben ein weiteres Auswärtsspiel an. Dann geht es zur Bundesliga-Reserve nach Leipzig. Berchten wagt bereits eine Prognose: „Wenn wir das Spiel auch gewinnen, kann uns auf dem Weg zum Aufstieg keiner mehr stoppen.“ Denn Verfolger Fritzlar patzte. • SG: Morf, Zuzankova; Teichmann 1, Priolli 1, Nolte 4, Kühlborn 6, Mihai 8/2, Diehl 3/1, Wäscher 2/2, Maarse 1, Blase 3, Mai 2. SR: Fuß/Olsok. Siebenmeter: 1/5:5/5. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.(dts) Foto: Kasiewicz

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