Fritzlars Rückraumspielerin Xenia Ahrend muss 15 Spielzüge im Kopf haben

Sie spielt für drei Teams

In Fritzlar die Nummer zehn, in Baunatal die Nummer 13: Xenia Ahrend spielt für zwei Vereine und drei Mannschaften. Foto: Hahn

Baunatal. Freitag ging es los nach Berlin. Samstag stand das Spiel gegen den Frankfurter HC an, in der Nacht brach der Mannschaftsbus zurück nach Fritzlar auf. Sonntagmorgen stand die Abfahrt mit Eintracht Baunatal zum Oberliga-Spiel nach Südhessen auf dem Programm und am Abend war noch ein Spiel mit Fritzlar II. Willkommen zum Wahnsinns-Wochenende von Xenia Ahrend!

Die Handballerin spielt in dieser Serie für gleich drei Vereine: Stammverein SV Germania Fritzlar (3. Liga), Eintracht Baunatal (4. Liga) und Fritzlar II (5. Liga). Zwar nicht immer für alle an jedem Wochenende, vorgekommen ist das aber schon. Kommt die Rückraumstrategin da nicht bei den Spielzügen durcheinander? „Das ist mir auch schonmal passiert. Besonders bei Spielen von Baunatal, weil ich dort fast nie trainiere“, sagt die 20-Jährige, die 15 Spielzüge der drei Teams kennen muss.

Vor der Saison wechselte die Baunatalerin von ihrem Heimatverein in die 3. Liga. „Sie ist selbstbewusst, dynamisch und ein Talent“, sagt ihr Trainer Frank Mai. Die Auszubildende zur Sport- und Fitnesskauffrau ist sich der Belastung mit den drei verschiedenen Teams in drei unterschiedlichen Ligen bewusst. „Das geht nur noch in dieser Serie. Im September fängt ja mein letztes Ausbildungsjahr an.“ Bis dahin will sich die Blondine in der 3. Liga etablieren. Dort kommt die 1,70 Meter große Rechtshänderin auch auf Linksaußen zum Einsatz. Ihre Stärken hat die Handballerin im Eins-gegen-Eins und im druckvollen Spiel auf die Abwehr.

Den Traum von der 1. Liga hält die frühere Hessenauswahlspielerin aufrecht. „Klar spukt das einem im Kopf herum, das ist aber noch weit weg.“

Die krasseste Umstellung ist an jedem Wochenende das Spiel ohne Harz. Zudem wird in der Landesliga oft „unorthodoxer“ (Ahrend) im Angriff agiert. Außerdem waren die langen Auswärtsfahrten für Ahrend ungewohnt. Mittlerweile lenkt sich der Single auf den Fahrten bis an die tschechische Grenze mit Filmen (letzter Film: Traumfrauen) und Musik (Charts) ab, nach Siegen wird dann der Hitmix von Pur aufgelegt.

Stichwort Party. Da könnte für Ahrend nach der Serie auch ein Marathon anstehen. Die Abschlussfahrt der Domstädterinnen führt nach Berlin, mit ein paar Baunataler Mitspielerinnen geht es nach Mallorca und mit Fritzlars Zweiten ist eine Reise in Planung. Vorher könnte die leidenschaftliche Snowboardfahrerin aber - theoretisch - noch bei 25 Spielen zum Einsatz kommen...

Von Daniel Schneider

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