3. Liga: Heute treffen mit Kirchhof und Berlin Vizemeister und Meister aufeinander

Spitzen- statt Endspiel

Wer wird Torschützenkönigin der 3. Handball-Liga Ost? Diese Entscheidung fällt im Spitzenspiel zwischen der Kirchhoferin Dionne Visser (l.) und der Berlinerin Anna Blödorn (oben). Foto: Kasiewicz

Kirchhof/Berlin. Es hätte - wie von vielen Handballfans erhofft - das Endspiel um Meisterschaft und Aufstieg in der 3. Liga Ost werden können. Doch dann patzte die SG 09 Kirchhof und die Füchse Berlin standen bereits am drittletzten Spieltag als Meister fest. Was am Ehrgeiz des Vize-Meisters vor dem Spitzenspiel (So. 17 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) nichts ändert.

„Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt Kapitänin Christin Kühlborn in Anspielung auf das 28:31 im Hinspiel, als ihre Mannschaft nahe daran war, dem Erstliga-Absteiger die ersten Punkte abzuknöpfen. Dass das nicht gelang, lag vornehmlich daran, dass der SG kein einziges Tempogegenstoßtor gelang: „Das müssen wir diesmal besser machen.“

Bundesliga-Rückraum

Zweiter Knackpunkt dürfte das Bändigen des topbesetzten Berliner Rückraums sein. Gemeint sind die langjährigen Bundesliga-Spielerinnen Anna Blödorn, die mit 149 Treffern der aktuellen Torschützenkönigin Dionne Visser (152) hart auf den Fersen ist, Spielmacherin Alexandra Sviridenko und Linkshänderin Bianca Trumpf. Alle drei kehrten im Laufe der Hinrunde zu den Füchsen zurück und machten so deren Siegeszug erst möglich. Dazu gesellt sich noch Kreisläuferin Anna Eber.

Die vier gehörten auch zum Meisterteam 2012, als die Berlinerinnen mit 52:0-Punkten schon einmal mal in die 2. Liga aufstiegen. Mit ihnen haben die Füchse in der 3. Liga also noch keinen einzigen Punkt abgegeben, denn auch in dieser Saison sprangen (bisher) aus 21 Spielen 21 Siege heraus.

Also will Kirchhof laut Christin Kühlborn unbedingt „die erste und einzige“ Mannschaft sein, die gegen die Hauptstädter punktet. Wozu es die mit 422 Gegentoren beste Defensive der Liga zu überwinden gilt. „Wir müssen das Spiel breit und schnell machen“, fordert Christian Denk angesichts einer bärenstarken und blockorientierten 6:0-Deckung. Die Kirchhof bestimmt nicht unterschätzen wird, schließlich hat die SG die meisten Tore in der der Liga erzielt (724). „Wir werden Vollgas geben“, bestätigt Managerin Britta Lorenz, die bis auf Natalie Schwarz und Indra Genning auf ihre Bestbesetzung zurück greifen kann. Die ihre weiße Weste unbedingt wahren will.

Von Ralf Ohm

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