3. Liga: Fritzlar kassiert erste Pleite in 2015

Starke Meyfarth reicht SVG nicht

Esther

Marienberg. Chance vertan: Weil die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar den Ball gut 15 Sekunden vor dem Ende unnötig vertändelten, kassierten sie beim starken Aufsteiger HSV Marienberg im Verfolgerduell mit 19:20 (9:11) die erste Niederlage im neuen Jahr.

„In den entscheidenden Situationen sind wir nicht clever genug“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt, „und ohne Maria Pirvan fehlt uns im Angriff die Routine.“ Trotz eines zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstandes (12:17, 46.) hatten die Domstädterinnen Moral bewiesen und sich zurück in die Partie gekämpft. Für einen Punktgewinn fehlte der Germania aber auch Glück. Mehrfach scheiterten die Gäste in den Schlussminuten am Pfosten für die bereits geschlagene Torhüterin Denise Reichel.

Das Marquardt-Team war schlecht gestartet und lag schnell mit 1:4 (5.) zurück. Dann steigerte sich Fritzlar und hatte beim 4:5 durch Esther Meyfarth (10.) wieder den Anschluss geschafft. Die Wende gelang aber nicht, weil die SVG-Offensive ihre Angriffe nicht konsequent ausspielte und reihenweise Torchancen vergab. Nur Torhüterin Vanessa Maier sorgte mit ihren Paraden dafür, dass der Rückstand beim 6:10 (17.) nicht zu hoch ausfiel.

Beim 17:12 (46.) durch die bundeligaerfahrene Evelina Kalasauskaite schien eine Vorentscheidung gefallen, doch angetrieben von der überragenden Meyfarth schlug Fritzlar zurück. „Sie hat ihre beste Saisonleistung abgeliefert“, lobte Marquardt die Spielmacherin, die nicht nur im Angriff Torgefährlichkeit ausstrahlte und die Bälle sicher verteilte, sondern auch die Defensive gekonnt organisierte.

Melina Horn, Laura Denecke und Meyfarth brachten die Marquardt-Sieben zum 16:17 (55.) wieder auf Tuchfühlung. Beim 17:18 durch Linksaußen Jessica Kleinmann war die Partie noch offen, doch Marienbergs Jana Foksova und Eva Kracmanova sorgten mit ihren Toren zum 20:17 (58.) für die Entscheidung. Die folgenden Tore von Meyfarth und Kleinmann reichten nicht mehr zum Punktgewinn - weil der letzte Angriff verpuffte. • SVG: Auel, Maier - Kleinmann 4, Kirmse 1, Kurzbuch, Huck 2, Fischer 2, Puntschuh, Horn 1, Berz, Meyfarth 6, Denecke 3/1, Dreyer. SR: Pohlmann/Sense (Berlin), Siebenmeter: 3/3:1/3, Zeitstrafen: 4:2 Minuten. (mgx) Foto: Hahn/nh

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