Start verschlafen, verdient gewonnen

3. Liga: Fritzlar besiegt Markranstädt 26:20

Wieder stark am Kreis: Fritzlars Hannah Puntschuh. Foto: Hahn

Fritzlar. Die Niederlage lag in der Luft. Als Fritzlars Bibiana Huck in der 26. Spielminute (!) das dritte Feldtor erzielte, schien die Messe gelesen. 

Weniger ging kaum noch. Dass die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar am Ende doch noch einen hoch verdienten 26:20 (7:10)-Sieg über den SC Markranstädt herausspielten, lag nicht nur an einer komplett anderen zweiten Halbzeit, sondern auch an einer deutlichen Änderung der Einstellung aller Spielerinnen, wie Viktoria Marquardt nach dem Spiel meinte: „Alles, was wir nach der Winterpause einstudiert hatten, war in der ersten Halbzeit weg. Unsere Leistung war unterirdisch“, sagte die Fritzlarer Trainerin. „Zum Glück haben wir uns in der Pause besonnen und auch gleich mit einem Tor begonnen. Danach hat jeder Verantwortung übernommen, und wir haben überragend verteidigt.“

Wie das mit dem Besinnen funktionierte, musste Markranstädt ab der 31. Minute schmerzlich erfahren. In der Sporthalle der König-Heinrich-Schule spielten da nämlich fast nur die Gastgeberinnen. Hatte Markranstädt von der achten bis zur 39. Minute immer mit zwei oder drei Toren geführt, kam die Germania nun heran. Den ersten Bruch im Spiel zu ihren Gunsten gab es dabei in der 39. Minute: da erzielte Melina Horn den Ausgleich zum 13:13.

Fortan agierten die Sächsinnen nervös und kamen mit der offensiven Fritzlarer Deckung nicht mehr zurecht. In der 40. Minute folgte die erste Führung. Dann ging es noch eine Weile hin und her, bevor Xenia Ahrend in der 50. Minute für die Vorentscheidung sorgte: 20:17. Danach hatten die souverän am Kreis agierenden Johanna Fischer und Hannah Puntschuh leichtes Spiel, und auch die lang verletzte Lorena Lorenz kam noch zu einem Siebenmeter-Treffer. • SV: Maier (12 Paraden bei 20 Gegentoren; Gürbig (bei einem Siebenmeter) - Dietrich 4, Holeczy, Huck 5/3, Fischer 4, Ahrend 3, Puntschuh 2, Lorenz 1/1, Horn 2, Kerwin, Meyfarth 2, Dreyer 3. SC: Mikszto (12/26) - Kiskyte 1/1, Schwarz 2, Wittwer, Morenz 4, Schütze 1, Kathner 5, Havel 4/1, Loehnig 3/2. Siebenmeter: 5/4:3:1 Zeitstrafen: 6:4 Direkte Rote Karte: Kathner (SC/33.) - SR: Becker/Lippert (Niederrhein). Zuschauer: 235.

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