3. Liga: Kleenheim bereits mit drittem Trainer

Viel Arbeit für Fritzlars Abwehr

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Julian Reusch

Fritzlar. Dass Kontinuität auf der Trainerbank nicht unbedingt die Grundlage von Erfolg sein muss, beweisen die Handballerinnen der SG Kleenheim. Denn der nächste Gegner des SV Germania Fritzlar (So. 17 Uhr, Weidig-Halle Oberkleen) wurde in dieser Serie bereits von drei Trainern betreut. Und ist in der 3. Liga Ost immer noch ungeschlagen.

Der erste Coach, Tobias Lambmann, wurde eine Woche vor Saisonbeginn entlassen. Als Grund gab der Verein unüberbrückbare Differenzen zwischen ihm und der Mannschaft an. In der Not sprang Johannes Wohlrab, eigentlich Trainer der Kleenheimer Oberliga-Männer, ein. Beim 27:20 in Mainz saß Wohlrab allerdings zum letzten Mal auf der Bank. Die Doppel-Belastung endet für den 31-Jährigen mit einer Bilanz von 7:1-Punkten und auf dem zweiten Tabellenplatz.

Wolhrab ist es gelungen, die Mittelhessinnen nach dem freiwilligen Rückzug aus der 2. Liga neu aufzubauen. Elf Abgänge, darunter Torjägerin Franziska Ringleb zur SG 09 Kirchhof, musste das Team verkraften. Ebenso viele Neuzugänge waren zu integrieren, darunter viele Talente wie die beiden A-Jugendlichen Ann-Sophie vom Hagen und Emely Nau. Mit Kreisläuferin Katharina Wagner, Allrounderin Sina Katharina Rühl und Torjägerin Tamara Heinzelmann sind den Kleenheimerinnen immerhin erfahrene Akteurinnen erhalten geblieben. Gegen die Domstädterinnen fallen nun Tanja Schorradt und Jacqueline Fink verletzt aus.

„Der Umbruch ist der Mannschaft nicht anzumerken. Sie haben gut zusammengefunden und haben mit Nina Hess eine überragende Regisseurin“, weiß SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Auf der Bank wird am Sonntag mit Julian Reusch der dritte SG-Trainer sein Debüt geben. Reusch, der unter Wohlrab bei den SG-Männern in der Oberliga spielt, wird das Team zunächst bis zum Saisonende betreuen.

„Kleenheim spielt eine offensive 6:0-Abwehr, geht ein hohes Tempo und sucht im Angriff das Eins-gegen-Eins“, sagt SVG-Übungsleiterin Marquardt. Die zuletzt überragende SVG-Defensive um Esther Meyfarth und Vilte Duknauskaite muss daher kompakt stehen und darf sich nicht aus dem Abwehrverbund herauslocken lassen. Marquardt kann dafür auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen. Gute Voraussetzungen also, um dem Zweitliga-Absteiger in eigener Halle die erste Niederlage beizubringen. Und Trainer Reusch das Debüt zu vermiesen.

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