Experte Dino Duketis vergleicht Gensungen/Felsberg und Vellmar – Anwurf heute um 19.30 Uhr

Vorteil liegt beim Gastgeber

Vorteil Gensungen: Vellmars Lanc-Phil Stumbaum (links) kann hier Gensungens Max Pregler nur noch hinterherschauen. Heute treffen die beiden Mannschaften in der Oberliga wieder aufeinander. Foto: Kasiewicz

Gensungen. Heute Abend ist Derbyzeit in der Handball-Oberliga. Die ESG Gensungen/Felsberg erwartet um 19.30 Uhr den TSV Vellmar in der Kreissporthalle Gensungen. Unser Experte Dino Duketis nimmt die Teams unter die Lupe.

Torwart

Gensungens Marc Lauterbach ist ein sehr guter Torhüter, der allerdings nur schwer in die Saison reinkam. Er hat sich definitiv gesteigert. Sein Vertreter, Stephan Wicke, hat mir bei meinem Umzug nach Gensungen geholfen. Da war er gerade mal zwölf Jahre alt. Ich hätte ihm niemals so einen Sprung zugetraut. Vellmars Christian Gumula gehört für mich zu den besten Torhütern der Liga. Er bringt viele Emotionen in das Spiel und hat ein überragendes Stellungsspiel. Vorteil Vellmar

Abwehr

Die Gensunger haben sich mittlerweile gefunden in der Deckung. Sie spielen sehr aggressiv und stehen kompakt. Bei Vellmar gibt es seit Jahren das Problem, die Deckung zu vernachlässigen. Vellmar war immer eine Angriffsmannschaft. Das ist zwar spektakulär, aber auch die Achillesferse.

Vorteil Gensungen Außen

Gensungen hat mit Hannes Bauer und Jan-Hendrik Walther zwei erfahrene Außen im Kader. Beide laufen einen guten Tempogegenstoß. Walther ist zudem ein guter Abwehrspieler. Bei Vellmar spielt der Star auf Linksaußen. Lance-Phil Stumbaum ist für mich der stärkste Linksaußen der Liga, ist ja jetzt auch Kapitän und übernimmt Verantwortung. Von seiner Athletik und dem Zug zum Tor gibt es keinen besseren.

Rechtsaußen Robin Kiebach ist - ähnlich wie Walther - ein typischer Außen, der auf seine Chance wartet, ohne selbst auf die Lücken zu gehen. Vorteil Vellmar

Rückraum

Probleme hat Vellmar auf der Rückraum-Rechts-Position. Max Gribner ist neu hinzu gekommen und benötigt wohl noch Zeit, zudem ist er eher ein langsamer Spieler. Auf der anderen Seite steht Kevin Trogisch. Von der Dynamik ist er ein Superspieler. Er ist allerdings nicht sehr groß, trotzdem ist diese Position deutlich besser von Gensungen besetzt. Auf der Mitte steht und fällt alles mit dem Einsatz von Benedikt Hütt. Er ist unglaublich athletisch und hat einen guten Zug zum Tor. Manchmal will er aber zu viel.

Den gegenteiligen Spielmacher gibt es in Vellmar. Gordan Suton und Eugen Gisbrecht spielen extrem für ihre Halben. Beide entwickeln aber zu wenig Torgefahr. Das macht das Spiel manchmal zu berechenbar. Gisbrecht hat zudem mit der 34 die gleiche Trikotnummer wie ich. Ich muss ihn mal fragen, was dahinter steckt. Auf der Königsposition auf Halblinks ist Gensungen mit Max Pregler klasse besetzt. Es war vernünftig, ihn vom Kreis wegzuholen.

Mit Jens Wiegräfe gibt es zudem noch einen starken Back-up. Vellmar hingegen wird wohl 60 Minuten auf Peter Petrovszki setzen. Er ist der Haupttorschütze. Lennart Kusan braucht noch eine Weile, um in der Oberliga ein Faktor zu werden. Ich bin aber überzeugt, dass wir von ihm noch viel hören werden.

Vorteil Gensungen

Kreis

Hier sehe ich den Schwachpunkt von Vellmar. Andre Körber kehrte zwar zurück, hat aber zum Beispiel mit Suton noch nie zusammengespielt. Auf der anderen Seite bringt Stephan Untermann alles mit: Er ist abschlusssicher, erfahren und hat ja auch schon in der 2. Liga gespielt. Vorteil Gensungen

Trainer

Ich habe mit Arnd Kauffeld selbst zusammengespielt. Er war damals schon Kapitän und eine unglaubliche Führungspersönlichkeit. So etwas gibt es heute ja kaum noch. Was er in Baunatal mit dem Aufstieg von der Landesliga in die dritte Liga geleistet hat, kann man gar nicht genug würdigen. Er ist zudem extrem ehrgeizig und kann seine Art des Handballs den jungen Spielern gut erklären.

Gunnar Kliesch kenne ich nicht ganz so gut. Ich weiß, dass er ein exzellentes Training macht. Trotzdem aus persönlichen Gründen:

Vorteil Gensungen

Von Daniel Schneider

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