3.Liga Ost: Fritzlar gibt gegen den MTV Rohrsen den ersten Punkt in eigener Halle ab

„Wir hatten Sieg nicht verdient“

Treffsicher bis auf den letzten Siebenmeter: Fritzlars Rechtsaußen Bibiana Huck. Foto: Hahn

Fritzlar. Bibiana Huck hatte es in der Hand. Hätte ihrer Mannschaft trotz schwacher Leistung noch den Sieg sichern können. Doch die Rechtsaußen des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar zeigte Nerven und setzte den entscheidenden Siebenmeter an den Pfosten. Und so entführte der abstiegsbedrohte MTV Rohrsen beim 17:17 (7:9) überraschend einen Punkt aus der Domstadt.

„Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Nur bis zum 7:3 (10.) durch Laura Denecke hatten die SVG-Handballerinnen die Partie im Griff, weil sich die Gäste von der aggressiven SVG-Defensive einschüchtern ließen. Doch dann legten die Niedersachsen ihre Zurückhaltung ab und drehten die Partie - angetrieben von Saskia Perpert und Christin Bormann - zum 9:7 (25.).

Auch eine kurze Deckung gegen MTV-Torjägerin Manuela Schostag verpuffte. Reihenweise landeten die Würfe von Laura Denecke, Maria Pirvan und Melina Horn im Block der Niedersachsen. Was dennoch auf das Tor kam, war eine Beute der starken Torhütern Michaela Schostag.

Als Sabine Kirmse eine Zeitstrafe kassierte und Christin Bormann per Siebenmeter zum 11:14 traf (50.), schienen die Gäste auf die Siegerstraße einzubiegen. „In dieser Phase fehlte uns die Cleverness“, erklärte MTV-Trainer Frank Käber. Denn Pirvan, Huck, Jessica Kleinmann und die für Horn auf Halbrechts gerückte Johanna Fischer brachten die Germania mit ihren Toren wieder in Führung (15:14, 51.). „Da haben wir endlich mit Druck gespielt und unsere Chancen genutzt“, erklärte Marquardt. Allerdings nur drei bis vier Angriffe. Dann bestimmte Rohrsen wieder die Partie. Das 16:17 durch Katharine Tyce konnte Bibiana Huck noch ausgleichen. Beim folgenden Siebenmeter hatte die 24-Jährige aber kein Wurfglück. Dennoch bot sich der Germania noch die Chance zum Sieg, doch MTV-Torhüterin Schostag parierte in letzter Sekunde gegen Fischer und Denecke. Und sicherte ihrem Team so einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

„Ein Punktgewinn“, bilanzierte SVG-Übungsleiterin Marquardt, „denn wir hatten den Sieg heute nicht verdient.“ Rohrsens Trainer Frank Käber freute sich über die starke Darbietung seiner Schützlinge: „Fritzlar ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga. Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Wenn wir nicht noch so viele Chancen vergeben hätten, hätte es vielleicht sogar zu einem Sieg gereicht.“ • SVG: Maier (12 Paraden/17 Gegentore.), Auel - Kleinmann 2, Kirmse, Kurzbuch, Huck 4/1, Fischer 4, Pirvan 1 Puntschuh, Lorenz, Horn, Huy, Denecke 4/1, Berz 2. MTV: Mi. Schostag (16/17), Traege, Böhm - Orsulic 2, Biester, Bormann 5/3, Tyce 3, Orzessek 2, Niemeyer, Ma. Schostag 1, Parpart 4, Bastek. SR: Andres/Seimann (Wolfsburg). Zuschauer: 450. Siebenmeter: 2/6:3/4. Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

Von Marcel Glaser

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