Interview mit Fritzlars Esther Meyfarth über das Spitzenspiel und Trainer Frank Mai

„Es wird ganz schwer“

Steht mit Fritzlar wieder im oberen Tabellendrittel: Spielmacherin Ester Meyfarth (rechts), die sich hier gegen die Berlinerin Sophie Mrozinski durchsetzt. Foto: Hahn/nh

Fritzlar. Vorhang auf zum Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga Ost: Aufstiegsfavorit MTV Altlandsberg muss am Sonntag (17 Uhr) bei der SV Germania Fritzlar ran. Vor der wichtigen Partie sprachen wir mit Fritzlars Spielmacherin Esther Meyfarth über die bisherige Saison, den Gegner und freie Wochenenden.

Frau Meyfarth, am Sonntag kommt es zum Spitzenspiel gegen Altlandsberg. Wird da schon die Meisterschaft entschieden?

Esther Meyfarth: Noch nicht, denn dafür ist die Liga in diesem Jahr ganz schön eng. Wir sind auf jeden Fall stolz darauf, wieder soweit oben zu stehen. Aber gegen Altlandsberg wird es ganz schwer. Die haben den Aufstieg als Ziel ausgegeben.

Und Sie?

Meyfarth: Wir möchten auch soweit oben stehen wie möglich. Wie es dann weitergeht, muss man sehen...

Zurück zu Altlandsberg. Das Hinspiel verloren Sie 18:22.

Meyfarth: Wir haben dort eine tolle erste Hälfte gespielt, dann aber entscheidend nachgelassen. Altlandsberg war im Angriff ziemlich beweglich und am Sonntag müssen wir uns wieder auf eine offensive Abwehr einstellen. Wer mir gut gefallen hat, war Spielmacherin Sophie Lütke.

Wie zufrieden sind Sie bislang mit Ihrer Saison?

Meyfarth: Ich bin relativ zufrieden. Der momentane Tabellenstand ist natürlich wenig aussagekräftig, da es bei zwei Niederlagen direkt wieder nach unten geht. Insgesamt hätten wir ein oder zwei Spiele weniger verlieren können.

Sie hatten in dieser Saison auch mit Verletzungen zu kämpfen. Sind Sie wieder fit?

Meyfarth: Vor der Saison hatte ich eine OP am Knie, kann das jetzt aber wieder voll belasten. Zwischendurch war ich durch Rückenprobleme und eine Erkältung gehandicapt. Jetzt bin ich aber wieder topfit.

Sie haben es bereits angesprochen. Der Tabelle nach zu urteilen kann sogar der Tabellenletzte Halle noch aufsteigen. Spricht das eher für die Stärke oder Schwäche der 3. Liga Ost?

Meyfarth: Das spricht eher für die Ausgeglichenheit der Liga. Schwer zu sagen, ob die Liga im vergangenen Jahr stärker besetzt war.

Sie haben in dieser Serie gerade einmal 20 Spiele. Oft setzen Sie wochenlang aus. Macht so eine Saison überhaupt Spaß?

Meyfarth: Am Anfang war das schwierig, den Rhythmus zu behalten. Mittlerweile geht es wieder, wir spielen ja derzeit regelmäßig. Angesichts der diesmal extrem weiten Auswärtsfahrten kommt das ein oder andere handballfreie Wochenende auch nicht ungelegen.

Sie haben seit 23 Spielen bzw. seit dem 16. März 2014 gegen Mainz-Bretzenheim (27:28) kein Heimspiel mehr verloren. Woran liegt das?

Meyfarth: Gute Frage, aber in der eigenen Halle spielen wir mit den Fans im Rücken immer stärker. Wir haben ja auch einen der besten Zuschauerschnitte der Liga. Dazu kommen die Auswärtsfahrten, die ja nicht für uns, sondern auch für die Gegner eine große Belastung sind. Ich kenne das ja selber, dass man nach einer mehrstündigen Fahrt nicht topfit in ein Spiel geht.

Welchen Anteil hat Trainer Frank Mai an dem Erfolg?

Meyfarth: Die Mannschaft hat direkt gut zusammengefunden. Die Vorbereitung war dafür ein entscheidender Faktor. Wir setzen jetzt auch vermehrt auf Videostudium und bei Frank Mai merkt man einfach, dass er schon viel Erfahrung im Frauenhandball hat.

Im Februar finden bei allen Vereinen ja Gespräche im Hinblick auf die kommende Serie statt. Bleiben Sie?

Meyfarth: Wir befinden uns in guten Gesprächen. Ich fühle mich hier auf jeden Fall sehr wohl.

Von Daniel Schneider

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