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36:31 in Offenbach: ESG Gensungen/Felsberg in Gala-Form

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Von: Sebastian Schmidt

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Hatten allen Grund zur Freude: Die Gensunger (vorne v.l.) Jannis Kothe, Jona Gruber und Vince Schmidt, hier zu sehen nach dem Kantersieg über Baunatal, gewannen auch das Spitzenspiel in Offenbach souverän.
Hatten allen Grund zur Freude: Die Gensunger (vorne v.l.) Jannis Kothe, Jona Gruber und Vince Schmidt, hier zu sehen nach dem Kantersieg über Baunatal, gewannen auch das Spitzenspiel in Offenbach souverän. © Presssebilder Hahn

Südhessen war wieder eine Reise wert. Die Sportfabrik Stadtwerke Offenbach wird immer mehr zu einer der Lieblingshallen der Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Denn die machten aus dem Spitzenspiel der Oberliga eine klare Angelegenheit. Und festigten die Tabellenspitze in der Oberliga durch einen 36:31 (21:15)-Triumph bei der TSG Offenbach-Bürgel.

Offenbach – Vollgas war angesagt bei den Edertalern. Die den gastgebenden Rivalen ebenso in der Anfangsphase überrannten wie sie es eine Woche zuvor gegen Neuling HSG Baunatal getan hatten. „Die haben mich die Jungs sprachlos gemacht“, bekannte ESG-Trainer Frank Eidam, der derlei Dominanz nicht zu träumen gewagt hätte. Doch sein Team lieferte. Hatte sich den Gegner zurecht gelegt. Da stibitzte Maximilian Lippold aufmerksam in der Deckung Ball um Ball. Da zeigte der erneut glänzende Heinrich Wachs nicht „nur“ seine Stärken im Eins-gegen-Eins, sondern auch mutig Treffer aus der zweiten Reihe. Und da ließ der Mittelblock Iffert/Kothe vor dem umsichtigen Torwart Marc Lauterbach gar nichts anbrennen.

Schon nach zehn Minuten war zum 7:1 durch Lippold der Grundstein zum Auswärtssieg gelegt. „Wir waren in den ersten 10, 15 Minuten extrem schlecht und das hat Gensungen gnadenlos bestraft. Sie hatten gute Kreuzungen, haben alle Angriffe auf den Punkt gespielt und jeder Ball ging ins Tor“, erkannte TSG-Trainer Marko Sokicic die Überlegenheit des Drittliga-Absteigers an. Und wollte es nicht als Ausrede geltend machen, dass sich sein Mittelmann David Acic bereits in der vierten Minute schwer am Knie verletzte. Gleichwohl machte dies Offenbach zu schaffen.

Trickreiche Würfe und Finten

Angetrieben von Kapitän Jona Gruber, der seine Würfe trickreich ansetzte und mit Finten Erfolg hatte, zog die ESG über 12:4 (16., Otto), 18:9 (23., Sonnenschein) und 20:12 (27., Wachs) davon. Doch Offenbach bewies Moral, brachte von der Bank neue Impulse etwa durch Rückraumspieler Leon Eck und verkürzte auf 20:24 (37., Kretschmann).

Da hätte es durchaus nochmal eng werden können. Wurde es aber nicht. Dank Gensungens neuer Qualität von der Bank. Hannes Friedrich gab der Deckung halt. Der eingewechselte Torwart Lukas Voß hielt gleich drei Freie (insgesamt parierten die ESG-Schlussmänner sogar zwölf) und Vince Schmidt legte nicht weniger als einen Traumeinstand hin. Von ungewohnter Position auf Halbrechts warf er das 25:20 (41.). Ein Vorsprung, den sich die ESG nicht mehr nehmen ließ. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

ESG: Lauterbach, Voß - Iffert, Sonnenschein 1, Wachs 9, Schmidt 4, Otto 8/6, Gruber 7, Gümpel, Lippold 3, Kothe 3, Friedrich 1.

SR: Reuther/Tobiasch. Z: 300.

Siebenmeter: 2/4:6/8.

Zeitstrafen: 2:8-Minuten.

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