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37:34 - MT Melsungen II hatte die richtigen Antworten

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Von: Ralf Ohm

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Filigraner Abschluss: Jona Rietze (l.) überwindet TuS-Torhüter Fin Welkenbach mit einem Heber und erzielt einen seiner vier Treffer beim MT-Erfolg.
Filigraner Abschluss: Jona Rietze (l.) überwindet TuS-Torhüter Fin Welkenbach mit einem Heber und erzielt einen seiner vier Treffer beim MT-Erfolg. © Richard Kasiewicz

Melsungen - Die treffende Metapher zum Spiel lieferte der Gäste-Trainer. „Melsungen hat bravourös den Kopf aus der Schlinge gezogen“, sagte Florian Crasnaru. Durchaus zerknirscht, während sich sein Kollege Arjan Haenen über einen „wertvollen“ 37:34 (15:15)-Erfolg gegen den TuS Dotzheim freute.

Melsungen - „Wertvoll“, weil der heimische Handball-Oberligist nach der Auftaktpleite in Bieberau die erhoffte Reaktion zeigte. Und weil die MT II, wenn sie von den Südhessen richtig gefordert wurde, die richtigen Antworten hatte.

Etwa nach einer durchwachsenen Startphase, als die Dotzheimer dank ihres etwas durchschlagskräftigeren Rückraums und einer Zeitstrafe für Jan Grolla mit 9:7 in Führung gingen. Ein kurzes Vergnügen. Mit einem 3:0-Lauf wendete die Bundesliga-Reserve das Blatt - und erhöhte die Schlagzahl. Davon profitierte der emsige Chris Reinbold am Kreis ebenso wie die Außen Potzkai und Beekmann.

Und als die eingewechselten Rene Andrei und Jan Waldgenbach in der 26. Minute auf 15:12 erhöhten, schien der erste Angriff des Gegners abgewehrt, ja der sogar nachhaltig in die Schranken gewiesen. Denkste. Torwart Fin Welkenbach hielt seine Mannschaft im Spiel und seine Paraden wussten Maximilian Schubert (2) und Jakob Kiedrowicz noch vor der Pause zum 15:15 zu veredeln. Spätestens.

Spätestens da hatten die Gäste Lunte gerochen - und wurden nach Wiederanpfiff kalt erwischt. Ein fulminanter 5:0-Lauf schaffte die Grundlage für den ersten Heimsieg. „Wir hatten keinen Zugriff mehr“, klagte der TuS-Coach. Der Gegner umso mehr. Jona Rietze und Max Pregler bildeten einen Mittelblock der Extraklasse. Der eine (Rietze) immer auf dem Sprung, um das Dotzheimer Aufbauspiel effektvoll zu stören. Der andere (Pregler) immer auf der Hut, um Kreisläufer Schmidtmann an die Kette zu legen und nebenbei noch den ein oder anderen Wurf zu blocken. „Ich habe großes Vertrauen zu Max“, erklärte Rietze seine Ausflüge, die besonders Linkshänder Schuhmacher überhaupt nicht gefielen. Dank der Ballgewinne nahm dann auch der Melsunger Tempogegenstoßexpress Fahrt auf.

Allerdings: Halten konnte die Gastgeber dieses Niveau nicht (ganz). Und noch weniger Torjäger Schubert. So sorgten erst Pregler und Andrei in einem sehenswerten Schlagabtausch mit ihren beiden Treffern zum 35:30 (57.) für die späte Entscheidung. Doch auch der konnte der MT-Coach etwas abgewinnen: „Wir haben uns schwer getan. Doch damit ist gesichert, dass die Jungs auf dem Boden bleiben.“

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