43:18 - TVH brennt Feuerwerk gegen Eschwege ab

Lars Matthiessen kommt geflogen: Das Bild aus der Anfangsphase der Partie zeigt deutlich, wie hilflos die Eschweger Defensive sich den Angriffen der Gastgeber gegenüber sah. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Der TV Hersfeld hat sich mit einer eindrucksvollen Leistung im Titelrennen der Handball-Landesliga zurückgemeldet.

Mit 43:18 (20:9) schlug die Mannschaft von Trainer Dragos Negovan den Eschweger TSV. Die schwachen Gäste waren dabei komplett chancenlos und gaben das ungleiche Duell schon nach einer knappen Viertelstunde verloren.

Sollte die Niederlage in Melsungen so etwas wie Frust bei den Hersfeldern verursacht haben - sie warfen ihn sich schon in den Angangsminuten von der Seele. Die Eschweger 1:0-Führung durch Johannes Brill hatte genau vier Spielsekunden bestand, ehe Lars Matthiessen den Ball zum 1:1 ins ETSV-Tor wuchtete. Von da an ging die Post ab. 10:2 führte der TVH nach 14 Minuten, und die Frage nach dem Sieger war längst beantwortet. Zumal die völlig konsternierten Gäste stur an ihrer defensiven 6:0-Deckung festhielten, die jegliche Aggressivität gegen Matthiessen, Michael Krause, Marco Kemmerzell und Co. vermissen ließ.

Fairerweise sei gesagt, dass die Eschweger auch nicht gerade mit dem Wurfglück im Bunde waren. Ein halbes Dutzend mal klatschte der Ball an Pfosten oder Latte des TVH-Tores, noch öfter aber fischte der glänzend aufgelegte Torwart Tobias Kretz dem Gast die Chancen weg. Den sichtbaren Klassenunterschied kommentierte der Eschweger Anhang schon vor der Pause mit dem Zuruf: „Habt ihr keine Lust, dann sagt doch Bescheid!“

Lust auf mehr hatten in jedem Fall die Gastgeber. Schon vor der Pause wechselte Trainer Dragos Negovan durch, um dem kompletten Kader Spielanteile zu verschaffen. 20:9 stand es zur Halbzeit, danach durften sich Marc Förtsch, Jonathan Kromm, Lukas Berger und Sven Wiegel neben Andi Krause und Petersen versuchen.

Wer gedacht hatte, der TVH würde nun einen Gang zurückschalten, sah sich getäuscht. In der folgenden Viertelstunde wurde aus dem 20:9-Pausenstand ein 36:12. Die Eschweger gingen nun vollständig im Angriffswirbel der Gastgeber unter, die sich anschließend fünf Minuten Verschnaufpause gönnten, um dann das offensichtliche Ziel - 40 Tore oder mehr - mühelos zu erreichen.

Bemerkenswert dabei, dass die Begegnung zu jeder Zeit fair blieb. Trainer Dragos Negovan mochte nach dem Spiel bewusst keine umfangreiche Analyse abgeben. „Unsere Mannschaft hat ihr Spiel konsequent durchgezogen, sie hat absolut Charakter gezeigt“, sagte er nur. Wichtig sei gewesen, dass der komplette Kader zu Spielanteilen gekommen sei.

Sahnehäubchen

Sahnehäuchen auf den Erfolg, der in der Kabine lautstark gefeiert wurde: Tabellenführer MT Melsungen II ließ sich vom Dritten Großenlüder/Hainzell nach Sechs-Tore-Führung noch einen Punkt abluchsen. Die Hersfelder rückten damit wieder bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heran.

TVH: Kretz, Hüter - Deppe (1), Köpke (2), M. Krause (5), Kemmerzell (7/2), Förtsch (4), Koch (1), Petersen (6/2), Wiegel (5), A. Krause (3), Matthiessen (4), Kromm (2), Berger (3).

ETSV: Brici, Medrea - Spannknebel, Smeu (2), Wagner (2), Otto (5), Brill (1), Meyer (5), Gebhardt , Guthardt (1), Haaß (1), Manojlovic (1).

Von Rainer Henkel

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