Juniorenhandball

A-Junioren der JSG Waldhessen verabschieden sich mit Titel

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Ein strahlender Coach: Trainer Jörg Ebenhoch geht als Meistermacher in den sportlichen Ruhestand. 

Rotenburg – Dieser Abschied aus dem Jugendbereich ist gelungen: Die A-Junioren-Handballer der JSG Waldhessen sind in ihrem letzten gemeinsamen Jahr Meister ihrer Bezirksliga geworden.

Trainer Jörg Ebenhoch freut sich nicht nur über den Titel. „Alle machen mit Handball weiter. Das hatte ich so nie erlebt“, sagt er.

Allerdings wird das Team in alle Winde zerstreut werden. Viele Spieler wechseln aus Altersgründen in den Männerbereich und schließen sich hier entweder der TG Rotenburg oder der MSG Bebra/Lispenhausen an. Auch für die Jüngeren wird es die JSG Waldhessen als sportliche Heimat nicht mehr geben. Sie wird bekanntlich am Ende dieser Saison aufgelöst.

„Das bedaure ich“, sagt Jörg Ebenhoch. Ab sofort würden die beteiligten Vereine konkurrieren, „da kriegst du in allen Bereichen Probleme“. Die einzelnen Mannschaften würden schwächer, das Leistungsgefälle größer. Außerdem werde es schwieriger, sie mit genügend Trainern und Betreuern zu besetzen.

Aber erst einmal kann festgehalten werden: Jörg Ebenhochs Meisterteam bringt dem waldhessischen Handball dringend benötigtes frisches Blut. Für gut ausgebildeten Nachwuchs hatte der Trainer schon einmal vor zehn Jahren gesorgt. Da bildete er Spieler wie Jonas Troch, Stefan Ebenhoch, Christian Eimer, Stefan Sangmeister oder Fabian Schmitt aus, die dann bei den Männern für die TG Rotenburg in der Bezirksoberliga und der Landesliga für Furore sorgten.

Bei der Frage, wer aus dem aktuellen Jahrgang das Zeug dazu hat, künftig auch in einer höheren Spielklasse zu bestehen, muss Jörg Ebenhoch nicht lange überlegen: „Maurice Reyer hat den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft bei der TGR ja schon geschafft. Lukas Günther traue ich das auch zu, wenn er ein bisschen an seiner Fitness arbeitet. Julian Fischer wird es auf Sicht ebenfalls packen. Genauso wie mittelfristig Christopher Gerlich. Er hat sich gut entwickelt, ist auf mehreren Positionen einsetzbar.“ Auch Nils Bämpfer und Timon Groth hätten gute Anlagen.

Große sportliche Perspektiven sieht Jörg Ebenhoch für seinen Keeper Cedrik Lammert, der zur A-Jugend des TV Hersfeld wechseln wird. Dort werde Cedrik das Glück haben, ab und zu auf Kai Hüter zu treffen. Der frühere Zweitliga-Schlussmann ist beim TVH als Torwarttrainer tätig.

In der Meistersaison war Cedrik Lammert nicht immer voll gefordert. Vielen Kontrahenten waren die jungen Waldhessen doch deutlich überlegen. „Wenn sie ihren Matchplan verfolgt haben, dann hat das schon richtig, richtig gut ausgesehen“, bescheinigt Jörg Ebenhoch seinem Team.

Ein Abschied ist das Ende seiner Mannschaft auch für Jörg Ebenhoch selbst. Er wird im Mai 58. „Dann habe ich 48 Jahre Handball hinter mir. Als Spieler, Spielertrainer und Trainer. Das reicht. Jetzt müssen auch mal Jüngere ran“, sagt er. Spiele wird er sich natürlich weiterhin angucken. „Dann setze ich mich auf die Tribüne und meckere mit den anderen rum“, sagt er und lacht.

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