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Abwehr als Sorgenkind: SV Germania Fritzlar zum Jahresabschluss nach Köln

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Von: Sebastian Schmidt

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Franziska Ringleb
Bestreitet ihr letztes Spiel für Fritzlar: Franziska Ringleb © Pressebilder Hahn

Den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar droht eine trostlose Winterpause. Vor dem letzten Spiel des Jahres beträgt der Rückstand zum (sicher) rettenden Ufer in der 3. Liga West bereits sechs Punkte. Derweil hat sich Gegner 1. FC Köln zu einem ernst zu nehmenden Aufstiegskandidaten gemausert.

Köln/Fritzlar – Und ist somit im Heimspiel gegen die Domstädterinnen klarer Favorit (Sa. 19.30 Uhr, Europaschule). „Nur drei Punkte hatte ich nach zehn Spieltagen noch nie. Und fünf Spiele in Folge habe ich auch noch nie verloren“, sagt der erfahrene SVG-Coach Lucky Cojocar. Den A-Lizenz-Inhaber stimmen immerhin Moral und Kondition seiner Mannschaft positiv. So gewann Fritzlar zuletzt bei Spitzenreiter TV Aldekerk (30:37 nach 12:20) zumindest die zweite Halbzeit.

Im Vergleich dazu steht Cojocar das gleiche Personal zur Verfügung. Letztmalig indes Franziska Ringleb, mit der sich die Germania als Aushilfe während der Verletzung von Luisa Krüger (im Aufbautraining) verständigt hatte. „Wir sind dankbar dafür und hoffen, dass Franzi uns wie bei ihren vier Treffern in Aldekerk nochmal mit leichten Toren aus der zweiten Reihe helfen kann“, sagt der Handball-Lehrer, der die Linkshänderin bereits in der Saison 2016/17 bei der HSG Kleenheim-Langgöns trainierte.

Auf beide Torfrauen ist Verlass

Wichtiger als die Tore ist allerdings deren Verhinderung. Mit 293 Gegentreffern in zehn Spielen verteidigt Fritzlar fast schon historisch schlecht. Besonders mit Blick darauf, dass die beiden Torhüterinnen Paula Küllmer und Lea Gürbig halten, was zu halten ist. „Wir kassieren viel zu viele Durchbrüche. Und wenn die Abwehr nicht steht, kommen wir vorn auch nicht ins Tempospiel“, beschreibt Cojocar das Dilemma.

Köln stellt dem einen breiten Kader mit guten Wechselmöglichkeiten entgegen. Aufbauend auf die Rückraumkräfte Maria Kottmann, Lisa Slomka und Madita Schut sowie Kreisläuferin Jule Killmer vor den sicheren Torhüterinnen Sophia Kochs und der Ex-Kirchhoferin Julie Bärthel. Sowie mit einer ehemaligen Fritzlarerin. Hannah Lüdge nämlich, die bis 2021 in Fritzlar reifte, ehe sie ein Sportstudium in Köln aufnahm. Und mit Marcella Demmerath auf Linksaußen schon ordentlich wirbelt. Was das letzte Spiel des Jahres für die Germania nicht leichter macht. (Sebastian Schmidt)

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