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Allendorf-Comeback beim 32:29-Erfolg der MT II

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Von: Ralf Ohm

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Wieder „da“: Michael Allendorf, der die MT-Reserve erfolgreich verstärkte.
Wieder „da“: Michael Allendorf, der die MT-Reserve erfolgreich verstärkte. © Schatzschneider

Die MT Melsungen zieht alles Register. Nach dem Einsatz von Carsten Lichtlein im Derby in Gensungen durfte (musste) beim Auswärtsspiel in Obernburg mit Michael Allendorf ein zweiter ehemaliger Nationalspieler der Bartenwetzer in der Bundesliga-Reserve ran. Bei seinem unverhofften Comeback trug der Linksaußen zwei Treffer zum hart erkämpften 32:29 (13:14)-Erfolg bei.

Obernburg – „Das war ganz schön anstrengend“, gestand der 36-Jährige, der 60 Minuten in Abwehr und Angriff durchspielen musste - seine erste Partie nach sechs Monaten und nur wenigen Trainingseinheiten bei der zweiten Mannschaft. Als Ersatz für Ben Beekmann, der genauso wie Julian Fuchs im Bundesliga-Team gebraucht wurde. Für den Rechtsaußen sprang Florian Potzkai (4) in die Bresche.

Dass es für den Aufstiegsaspiranten trotzdem eng wurde, war vermeidbar, aber auch lehrreich. Schließlich hatte er nach dem Wechsel das Tempo erhöht sowie sein Angriffsspiel, zuvor auf den Kreis mit dem zweikampfstarken Ohl konzentriert, variiert und war so über 18:22 (39.) auf 21:26 (49.) davon gezogen. Die Vorentscheidung? Nein, denn der Gegner kam noch mal zurück.

„Mit der Umstellung der Obernburger auf eine 5:1-Deckung haben wir uns schwer getan“, bekannte Linkshänder Jan Waldgenbach, der bis dahin verlässlich aus dem Rückraum getroffen hatte. Zudem taute beim Gastgeber plötzlich der angeschlagene Louis Markert (4) auf, war kaum zu halten und neben Stratege Andre Göpfert (4/2) der Hauptverantwortliche für den 5:0-Lauf des TuSpo zum 26:26 (53.).

„Aber wir haben die Ruhe bewahrt und diese brenzlige Situation gemeistert“, lobte MT-Trainer Arjan Haenen seine Schützlinge für ihre Übersicht und Nervenstärke. Noch beim 29:29 (57:15) stand das Spiel auf des Messers Schneide. Dann nagelte der starke Torhüter Jannik Büde seinen Kasten zu und seine Paraden veredelten Manuel Hörr, Lasse Ohl und Max Pregler mit drei Treffern in Folge zum 29:32. Die späte Entscheidung - und der Endstand.

Der den Gastgeber-Trainer natürlich wurmte. „Wir waren dran, konnte das Momentum aber nicht nutzen“, ärgerte sich Rudi Frank. Seine Mannschaft, von fast jeder Position torgefährlich, hatte dem Tabellendritten schon in der ersten Hälfte alles abverlangt und ließ sich in der zweiten nicht abschütteln. Verbissene Gegenwehr in hitziger Atmosphäre, die den neunten Melsunger Saisonsieg noch aufwertete. Dass dieser in die MT-Annalen eingehen wird, hatte aber - siehe oben - noch einen anderen Grund.  

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