3. Liga: Lauterbach top

Am Ende eitel Sonnenschein: ESG Gensungen/Felsberg müht sich zum Sieg über Cloppenburg

Hände hoch: Die Cloppenburger Nils Goepel (l.) und Krzysztof Pawlaczyk haben hier das Nachsehen gegen Gensungens Kreisläufer Tom Küllmer (am Ball).
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Hände hoch: Die Cloppenburger Nils Goepel (l.) und Krzysztof Pawlaczyk haben hier das Nachsehen gegen Gensungens Kreisläufer Tom Küllmer (am Ball).

Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht. Ihre Pflicht erfüllt. Mit 30:24 (12:9) in der Klassenverbleibsrunde II gegen den TV Cloppenburg gewonnen. Allerdings: Überzeugen konnten die Drittliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg beim Start-Ziel-Sieg über den Absteiger aus Niedersachsen nur phasenweise.

Gensungen – „Unterm Strich war das nicht wirklich schön. Aber ich finde es beeindruckend, dass eine Mannschaft, die schon abgestiegen ist, noch soviel Moral zeigt und sich derart intakt präsentiert“, zollte ESG-Coach Arnd Kauffeld den Gästen und auch Leszek Krowicki Respekt. Dem Trainer-Fuchs Cloppenburgs, der sein Team zuvor informiert hatte, dass er es nach der Saison verlassen wird. Eigene Zukunft offen.

„Teilweise haben wir es spannend halten können und in einigen Elementen gezeigt, dass wir aus dem 25:32 im Hinspiel gelernt haben. Aber Gensungen hat auch von unseren Fehlern profitiert“, erklärte Krowicki. Und dachte etwa an die Anfangsphase, in der Abwehr und Torwartleistung beim TV fast nicht existent waren. Da konnte speziell Vince Schmidt machen, was er wollte. Der 25-jährige Rückraumspieler bekam maximal Geleitschutz von seinen Gegenspielern. Sechsmal tankte er sich in den ersten elf Minuten durch. Sechsmal traf er eiskalt. Hatte Pech, dass ihm die Schiedsrichter ein Tor aberkannten, weil sie nicht den Vorteil nach einem Trikotzupfer abwarteten. Fünf Schmidt-Tore reichten dennoch zur 8:2-Führung (11.).

Unnötige Spannung nach 8:2

Ein Vorsprung, den die ESG nicht zu veredeln wusste. „Wir waren zu unkonzentriert. Unser schnelles Spiel war richtig, aber zu ungenau“, betonte Rückkehrer Maxim Schalles. Da fehlte es den Harpunen von Marc Lauterbach an Präzision, da waren einige Pässe zu lasch. Und da war es vor allem den Paraden Lauterbachs zu verdanken, dass Cloppenburg nicht noch einmal in Schlagdistanz kam. Dazu waren die Gäste in Überzahl nicht zwingend genug. Mit einer Ausnahme: Nach dem Doppelschlag von Tom Küllmer zum 19:12 (39.) nahm Krowicki eine Auszeit und stellte auf zwei Kreisläufer um. Als dann Küllmer eine fragwürdige Zeitstrafe kassierte, gelangen dem TV drei Tore in Überzahl. Mehr noch: Cloppenburg verkürzte auf 17:19 (43.).

Zittern war für die ESG indes nicht mehr angesagt. Denn beide Rechtsaußen drückten dem Spiel noch ihren Stempel auf. Schalles mit vier Treffern in Serie (darunter zwei Siebenmeter) und Jan-Hendrik Otto, der effizient in die Nahtstellen stieß und über den Rückraum zum 28:22 alles klar machte (57.). Nach der Pflicht gab"s dann sogar noch eine Kür: Harpune Lauterbach, Küllmer überließ Teja Sonnenschein und der Jungspund durfte den 30. Treffer markieren (60.).

ESG: Lauterbach (17 P./24 GT), Zülch, Voß - Schmidt 6, Küllmer 4, Sonnenschein 2, Wachs 2, Jedinak, Otto 3, Gruber 5, Lippold 2, Koch, Kothe, Friedrich, Schalles 6/2.

TV: Sega (7/13), Legler (5/17) - Houtepen 3, Lugosi 5, Pawlaczyk, Pal 1, Goepel 3, Swierawski 2, Saalmann 1/1, Harms 5, Zwarthoed 1, Sibahi 3.

SR: Marchlewitz/Stadtmüller. Z: 350. Siebenmeter: 2/2:1/2. Zeitstrafen: 8:4-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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