3. Liga

Angela Cappellaro macht Kirchhofs Sieg perfekt

Machte alles klar: Kirchhofs Kreisläuferin Angela Cappellaro (r.), die hier Stella Krüger aussteigen lässt.
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Machte alles klar: Kirchhofs Kreisläuferin Angela Cappellaro (r.), die hier Stella Krüger aussteigen lässt.

Nach 16:20-Rückstand gelingt Handball-Drittligist SG 09 Kirchhof noch ein 33:31-Erfolg gegen Recklinghausen.

Melsungen - Das Schicksal ist ein schwieriger Zeitgenosse. Denn eigentlich hatten die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof den Ball in der letzten Spielminute schon vertändelt, während der PSV Recklinghausen bereit zum Gegenstoß war. Doch das Spielgerät landete auf Umwegen vor den Füßen von SG-Kreisläuferin Cappellaro. Und die ließ es sich nicht nehmen und vollstreckte eiskalt zum 32:30. Und sicherte damit den 33:31-Erfolg des heimischen Handball-Drittligisten.

„Da ist mir das Herz kurz stehengeblieben“, bekannte SG-Coach Dragos Negovan, während sein Kollege Daniel Schnellhardt mit dem Ausgang der Partie haderte: „Ein Remis wäre für uns verdient gewesen“. Zumal die rasante Partie nach der Pause zu Gunsten seiner Schützlinge zu kippen schien. Weil Kirchhofs Defensive gegen die beiden überragenden Halben Lara Janz und Stella Krüger keinen Zugriff fand - und auch Sophie Ritter im Tor nach einer starken Anfangsphase keine Hand mehr an den Ball bekam. Mit der Folge, dass die Löwinnen nach dem 16:17-Pausenstand plötzlich mit 16:20 (33.) in Rückstand gerieten.

„Wir machen in der Abwehr zu viele Fehler“, analysierte Torjägerin Deborah Spatz. Die Spielmacherinhatte großen Anteil daran, dass Kirchhof wieder zurück in die Partie fand. Weil sie als Antreiberin entschieden die zweite Welle der SG anfeuerte. Daneben rackerte Angela Cappellaro unermüdlich am Kreis und war oftmals nur mit einem Foul zu stoppen. Als Linksaußen Martina Pandza mit einem Doppelschlag zum 26:26 (49.) traf, war der Boden für eine spannende Schlussphase bereitet.

„Wir haben nicht fehlerfrei gespielt, aber richtig gekämpft und nie aufgegeben“, sagte Spatz. Dazu machte sich die Umstellung auf eine 5:1-Formation mit „Spitze“ Katharina Koltschenko bezahlt. Weil sich der PSV-Angriff mit dieser Deckungsvariante plötzlich schwertat und kaum noch zu klaren Torchancen kam.

Dabei hatte Kirchhof den besseren Start erwischt. Weil im Angriff Ida Evjen im rechten Rückraum ihre Zurückhaltung ablegte und richtig aufdrehte. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, gab PSV-Trainer Schnellhardt zu. Das 7:4 (10.) war schon der fünfte Treffer der Norwegerin. Dann aber kamen die Gäste, die auf Abwehrspezialistin Zoe Stens verzichten mussten, besser in die Partie - auch, weil die für Iris Schultz ins Tor gerückte Ella Vietor einige Akzente setzte. Beim 13:12 (22.) durch Kreisläuferin Annika Fricke hatten die Recklinghäuserinnen erstmals die Führung übernommen - und bis zum 30:29 (57.) verteidigt. Um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen.

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