Handball-Landesliga Frauen: Vermeidbare 20:22-Niederlage gegen Wesertal bei der Heimpremiere

Im Angriff verspielt die FSG ihre Chance

20 Tore reichten nicht: Eva Golkowski (am Ball) war bei der Heimniederlage mit vier Treffern erfolgreichste FSG-Werferin. Foto: Walger

Rotenburg. Heimpremiere missglückt - die Landesliga-Handballerinnen der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra unterlagen in ihrem ersten Saisonspiel vor eigenem Publikum der HSG Wesertal mit 20:22 (10:12). In einer von den Abwehrreihen dominierten Partie brachte eine Schwächephase den Oberliga-Absteiger Mitte der zweiten Halbzeit auf die Verliererstraße.

„Letztendlich stand sich mein Team selbst im Weg. Was wir uns in der Abwehr erarbeiten konnten, haben wir vor allem nach der Pause vorne einfach weggeschmissen“, bilanzierte Matthias Gerlich, der den neuen FSG-Coach Karsten Moos an der Bank vertrat.

Fehlpässe direkt in die Arme des Gegners luden Wesertal immer wieder zu einfachen Kontertoren ein. So verwundert es auch nicht, dass Gerlich nach der Partie von einem unglücklichen Punktverlust sprach: „Die Gäste wären durchaus zu schlagen gewesen. Vor allem kämpferisch kann ich unseren Mädels keinen Vorwurf machen.“

Bereits in der Anfangsphase deutete sich an, dass dieses Duell kein Torefestival werden würde. Es dauerte bis zur fünften Minute, ehe Nadja Wolf den ersten Treffer für die Gastgeberinnen markierte. In der Folge biss sich die FSG weiter die Zähne an der gut gestaffelten Defensive der Wesertalerinnen aus. „Im Angriff lief es nicht zusammen. Der Mannschaft fehlt nach den Umstellungen noch die Abstimmung“, erklärte Gerlich. Auch wenn sich die FSG in der Abwehr gut in Form präsentierte, gelangen den Gästen durch Thekla und Anna Riedel einige einfache Tore aus der Distanz. Sie setzten sich auf 5:9 ab (20.). Gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Rotenburgerinnen besser in die Begegnung, verpassten es jedoch, den zwischenzeitlichen Gleichstand in die Pause zu retten.

Was dann in den zehn Minuten nach dem 12:13 (35.) passierte, ließ auch Gerlich rätseln: „Vielleicht waren meine Spielerinnen übernervös oder zu stark motiviert?“ Plötzlich waren die Gastgeberinnen komplett von der Rolle. Jeder Angriff endete bereits nach wenigen Momenten mit einem Fehlpass, was Wesertal mit Kontertreffern bestrafte. 12:18 stand es nach 44 Minuten. Dass die FSG in dieser Phase nicht deutlicher ins Hintertreffen geriet, ist einzig Torfrau Femke Breul zu verdanken, die unter anderem zwei Siebenmeter entschärfte.

Pressdeckung fruchtet

Der Rückstand der Heimsieben pendelte sich nun bei fünf Treffern ein. Mit einer Pressdeckung startete sie wenige Minuten vor dem Ende dann ihre Schlussoffensive. „Ich wollte früher umstellen, aber dann haben wir eine Zeitstrafe bekommen und ich musste warten“, erklärte Matthias Gerlich. Die verspätete Maßnahme fruchtete: Die Gastgeberinnen kämpften sich bis auf 20:22 heran, doch der Abpfiff stoppte die Aufholjagd. „Wir mussten vor der Pause schon einen Rückstand aufholen. Das hat Kraft gekostet, die uns am Ende fehlte“, stellte Gerlich fest.

FSG: Bähr, Breul - E. Golkowski 4, Müller, Wolf 1, Richter 5/3, Hanstein 1, Mäusgeier, S. Golkowski 2, Weyrauther, Einhorn 2/1, Berndt 5

SR: Schneider/Gläßner (Wanfried/Datterode)

Von Philipp Breitbart

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