3. Liga: Aufsteiger SVA freut sich auf Abstiegsendspiel - HSG erwartet Hexenkessel

Auerbacher Höhenflug

Eine der Auerbacher Sehenswürdigkeiten: die ehemalige Eisenerzgrube. Das Motto der Bergleute passt zum Abstiegskampf der Mannschaft von Tobias Wannenmacher (l.), die Gensungen/Felsberg am Samstag in die Oberliga stürzen und sich selbst retten kann. Foto: nh

gensungen/auerbach. Spätestens vor dem letzten Spieltag drängt sich für die Fans der HSG Gensungen/Felsberg die Frage auf: Wo liegt Auerbach? Schließlich spielt der SV Auerbach Schicksal in Bezug auf die Drittliga-Zugehörigkeit der Edertaler, denen in einem Endspiel um den Klassenerhalt beim Aufsteiger (Sa. 19 Uhr Hellmut-Ott-Halle) nur ein Sieg nutzt. Das wirft weitere Fragen auf. Etwa: Was ist das eigentlich für ein Verein, der den heimischen Traditionsclub herausfordert? Hier sind die Antworten.

Die Stadt

Auerbach ist eine Kleinstadt in der nördlichen Oberpfalz ca. 330 Kilometer südlich von Gensungen und hat 8872 Einwohner - durchaus vergleichbar mit Felsberg, wo 10 533 Menschen leben (davon 3000 im Stadtteil Gensungen). Mit der zentralen Lage im Städtedreieck Bayreuth-Regensburg-Nürnberg, der Nähe zu Tschechien und einem gut ausgebauten Straßenverkehrsnetz wirbt die Stadtverwaltung um neue Gewerbebetriebe. Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehört das Bergbaumuseum Maffeischächte an der ehemaligen Eisenerzgrbue, der Bienenlehrpfad Edelsfeld, der Bürgerwald Auerbach und die Friedhofskirche St. Helena.

Der Verein

Der SV 08 Auerbach entstand 2008 aus der Fusion des ASV Auerbach mit dem SV RW Welluck. Neben Handball gibt es noch acht weitere Abteilungen: Basketball, Frauen-Fußball, Fußball, Gymnastik, Kinderturnen, Laufen, Nordic Walking und Schwimmen.

Die Handballer

Nach der Fusion setzten die Handballer zu einem rasanten Höhenflug an. Im Mai 2008 dem Abstieg aus der Landesliga so gerade entkommen, stiegen sie im April 2009 in die Bayernliga auf und etablieren sich dort in der Saison 2009/2010 als Vierter. Es ging weiter bergauf und im April 2012 sogar in die 3. Liga. Heimstätte ist die Helmut-Ott-Halle, Fassungsvermögen 800 Leute, in die bei entsprechenden Spielen auch schon mal 1000 reingelassen werden. Das dürfte gegen die HSG der Fall sein, die sich damit auf einen wahren Hexenkessel gefasst machen muss.

Die Mannschaft

Der SVA ist mit Akteuren gespickt, die beim HC Erlangen oder HSC Coburg in der 2. Liga gespielt haben (u.a. Tobias Wannenmacher, Mario Schmidtke, Michael und Matthias Werner). Den Stamm bilden Spieler des bayrischen A-Jugendmeisters von 2003 (u.a. Matthias Schnödt, Ralph Weiss, Maximilian Hoffmann, Philipp Schöttner, Volker Hackenberg und Thomas Reger).

Das Trainerteam

Tobias Wannenmacher löste nach der Aufstiegssaison 2011/2012 Klaus Jahn ab. Da der ehemalige Jugend- und Juniorennationalspieler, der in de 2. Liga für den HC und die CSG Erlangen spielte, als Spielertrainer fungiert, wurden dem 33-jährigen Abwehrchef zwei Assistenten an die Seite gestellt: Michael Graß fürs Coaching und Manfred Eichenmüller fürs Training.

Die Saison

Auerbach startete gut, war nach der Hinrunde Achter, ehe die Mannschaft Verletzungen (u.a. von Knerr, Herold, Wannenbacher) zurückwarfen. Mit dem reaktivierten Thomas Bader hat sich der SVA wieder konsolidiert, ist seit fünf Spielen ungeschlagen und freut sich auf den Abstiegskrimi. „Für die meisten Spieler von uns ist das zumal vor vollem Haus ein echtes Highlight“, sagt Spielertrainer Wannenbacher. Zudem würde ein Abstieg den Club keinesfalls aus der Bahn werfen.

Von Ralf Ohm

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