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Auf der letzten Rille zum umjubelten Sieg: SG 09 Kirchhof wahrt Aufstiegschance

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Von: Ralf Ohm

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Aleksandra Orowicz
Aleksandra Orowicz © Richard Kasiewicz

Mit dem Kraftakt ist das so eine Sache. Denn: Er lässt sich nicht beliebig abrufen. So wuchs die SG 09 Kirchhof in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga im Auftaktspiel gegen die SG Mainz-Bretzenheim beim 22:22 über sich hinaus, um nach der nächsten Partie gegen Top-Favorit Rödertal auf dem rauen Boden der Tatsachen zu landen.

Frankfurt/Oder - Und beim dritten Auftritt wären den Denk-Schützlingen, erneut ohne drei Leistungsträgerinnen, in der Schlussphase fast die Kräfte ausgegangen. Immerhin blieb beim Frankfurter HC von einem Fünf-Tore-Vorsprung nach 45 Minuten (21:16) nach 60 Minuten noch ein schwer erkämpfter 24:23 (12:14)-Erfolg übrig, mit dem der Zweitliga-Absteiger seine Aufstiegschance wahrte.

Torfrau Orowicz überragt

„Puh, das war richtig knapp. Wir liefen auf der letzten Rille“, musste SG-Trainer Denk kräftig durchatmen, während seine Mädels bereits ausgelassen feierten. Verständlich angesichts eines Krimis, der sich Mitte der zweiten Halbzeit keineswegs ankündigte. Denn da hatte Kirchhof mit ihrer bärenstarken Abwehr und einer überragenden Torfrau Aleksandra Orowicz (19 Paraden) alles im Griff gehabt. Eine Tempoverschärfung nach der Pause, als die Gäste ihre anfängliche Verkrampfung endgültig ablegten, schmeckte den Frankfurterinnen überhaupt nicht, was auch die Rote Karte für Jessica Jander wegen Foulspiels (39.) unterstrich.

Doch die Gastgeberinnen kämpften ebenso verbissen um ihre letzte Aufstiegschance. Ein furioser 4:0-Lauf brachte sie wieder heran (53. 20:21), was auch einer Zeitstrafe für Paulina Harder geschuldet war. „Da wollten wir zu viel und haben zu hektisch gespielt“, bekannte Christian Denk.

SG steckt letzte Unterzahl weg

Ein Schlagwurf aus vollem lauf von Katharina Koltschenko zum 20:22 (56.) brachte sein Team wieder auf Kurs. Odrowskas Anschlusstreffer konterte Alma Loro Jeán (57.), die überragende Greta Kavaliauakaite hatte auf Koconreks Treffer zum 22:23 die richtige Antwort (57:28, 22:24). In Unterzahl vom Kreis, weil Kreisläuferin Harder erneut auf der Strafbank saß.

Doch auch diese Unterzahl steckte die SG weg, ließ nur noch einen Gegentreffer von Sandra Szary (58:37) zu. Und bejubelte einen Sieg, der erneut das Prädikat „Kraftakt“, zumindest in der Schlussphase, verdiente. (Ralf Ohm)

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