Jugendhandball

Aufbausaison nach Umbruch für mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

Jonas Ebner
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Jonas Ebner

Die A-Jugend erst im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft am späteren überlegenen Titelträger Füchse Berlin gescheitert, die B-Jugend fürs Final-Four in Dormagen qualifiziert und dort nach hinreißendem Kampf gegen die Rhein-Neckar Löwen ausgeschieden: Kein Zweifel, die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat sich in der Spitze des deutschen Nachwuchshandballs etabliert.

Schwalm-Eder - „Diesen Status wollen wir verteidigen“, sagt Jugendleiter Renner vor der kommenden Spielzeit, was allerdings bezüglich der älteren Talente durchaus als schwierige Mission durchgeht. Denn: Von der alten A-Jugend-Mannschaft bleiben nach dem fast kompletten Wechsel des „goldenen“ Jahrgangs 2002 mit Jonas Ebner und Navtej Dhaliwal (Jahrgang 2003) nur noch zwei Spieler übrig. Das Gros des zukünftigen mJSG-Kaders bilden daher die Aufsteiger aus der B-Jugend (Jahrgang 2004) mit Lennart Claus, Carl Beck, Ben Backhaus, Julian Engler, Marcel Markos, Florian Drosten, Florian Potzekai, Léandre Goujard und Manuel Hörr.

Dazu kommen die 16-jährigen Thorge Lutze und Luca Pickenhahn plus Neuzugang Lasse Ohl, Kreisläufer vom TuS Holzheim, die allesamt weiterhin B-Jugend spielen können. Auch der noch ein Jahr jüngere Tom Wolf soll bei der A-Jugend unter Trainer Florian Maienschen mittrainieren und „je nach persönlicher Entwicklung“ (Renner) in der Bundesliga eingesetzt werden.

„Natürlich verlieren wir die Deutsche Meisterschaft nicht aus den Augen. Doch mit diesem jungen Kader geht es erst mal darum, möglichst viel zu lernen“, spricht Axel Renner von einer „Aufbausaison“. Wobei der neu gewählte Modus für die A-Jugend-Bundesliga der mJSG entgegen kommen könnte. In der kommenden Saison wird mit 48 Teams gespielt, bevor ab der Spielzeit 2022/23 wieder die Regelstärke von 40 Mannschaften teilnehmen soll. 40 Plätze sind an die aktuellen Jugend-Bundesligisten vergeben, die übrigen acht Tickets werden über eine Qualifikation verteilt.

Die Vorrunde wird in acht Sechser-Gruppen als Einfachrunde gespielt (macht fünf Spiele für jede Mannschaft), die ersten beiden Teams ziehen in die Hauptrunde A ein. Diese 16 Teams sind automatisch für das Sechzehntelfinale - die erste Stufe der K.O.-Runde zur Deutschen Meisterschaft - qualifiziert und spielen in zwei Achtergruppen in Hin- und Rückspielen gegeneinander. Für Renner ein „sehr intelligenter Modus“, der die Chance dazu bietet, „dass die leistungsstarken Teams möglichst häufig ohne Druck gegeneinander spielen.“

Die Dritt- bis Sechstplatzierten Teams ziehen in die Hauptrunde B ein und spielen in vier Achtergruppen ebenfalls eine Hin- und Rückrunde aus. Von den 32 Mannschaften ziehen 16 Teams - die Erst- bis Viertplatzierten jeder Staffel - ebenfalls ins Sechzehntelfinale ein. Für die Mannschaften auf den Plätzen Fünf bis Acht ist die Saison in der Jugendbundesliga beendet, sie spielen aber noch den DHB-Pokal aus.

Qualifikation über Hessenliga

Auf Hessenebene wird von der A- bis zur C-Jugend mit einer Hessenliga begonnen, die aus 24 Mannschaften in sechs Gruppen - gebildet nach regionalen Gesichtspunkten - besteht. Innerhalb der Viererstaffel wird eine Runde mit Hin- und Rückspielen ausgetragen. Die beiden bestplatzierten Mannschaften bilden danach die zwei Oberliga-Gruppen, die restlichen Teams die beiden Landesliga-Gruppen. Die ersten beiden Teams der Oberliga-Gruppen spielen den Hessenmeister aus.

Titelverteidiger der B-Jugend ist die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, die bei diesem Modus erstmal wenig gefordert werden dürfte. Das will das heimische Leistungszentrum laut Renner durch Turniere und Freundschaftsspiele gegen Gegner auf Augenhöhe auffangen.

Vom letztjährigen Aufgebot bleiben Trainer Georgi Sviridenko noch Daniel Breitschwerdt, Arsenij Kotenko, Dylan Lange, Luca Pickenhahn, Thorge Lutze, Lukas Schröder, Jost Liebergesell, Enes Yesilmen und Hannes Gümpel (alle Jahrgang 2005) sowie Felix Kindl, Edin Fitozovic und Tom Wolf (Jahrgang 2006), die in der letzten Saison als C-Jugendliche bereits zum B-Jugend-Kader zählten.

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