Handball-Oberliga Frauen

Aufsteiger MTV Geismar zahlt erneut Lehrgeld

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Erfolgreichste MTV-Werferin mit neun Toren: Geismars Tina Schilling (Mitte) ist gegen Rohrsens Neele Biester (links) und Carina Neumann hochgestiegen. 

Als Aufsteiger hat man es nicht leicht! Diese Erfahrung mussten die Oberliga-Handballerinnen des MTV Geismar nach der Saisonauftakt-Niederlage in Hannover-Badenstedt auch im ersten Heimspiel gegen den MTV Rohrsen (bei Hameln) machen. Vor 50 erlaubten Zuschauern verlor das Team von Trainer Lennart Versemann mit 23:29 (14:17) und musste dabei die Überlegenheit des Meisterschafts-Mitfavoriten anerkennen.

„Ein verdienter Sieg für Rohrsen“, würdigte Versemann die bessere Leistung des Gegners. „Die Tempogegenstöße waren für uns der Genickbruch. Wir haben zwar über weite Phasen mitgehalten, aber uns fehlt die Konsequenz“, fasste der Geismarer Coach zusammen.

Das 1:0 durch Kreisläuferin Meryem Stielow war denn auch die erste von nur zwei Führungen im gesamten Spiel für den gastgebenden MTV. Tina Schilling warf zum 4:3 ein – danach lag das Versemann-Team nicht mehr vorn. Apropos Schilling: Nachdem Rohrsen die Partie langsam, aber stetig zu seinen Gunsten hinbog, war die Linksaußen der Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit die einzige, von der Torgefahr für den Kontrahenten ausging. Bezeichnend diese Serie: Mit dem Treffer zum 8:11 legte Schilling (alle fünf Siebenmeter verwandelt) eine Serie von sieben Toren in Folge hin, die mit dem verwandelten Siebenmeter zum 14:16 endete, ehe Rohrsens zweit-erfolgreichste Torschützin Weronika Baba (sechs Treffer – Lena Körner kam auf acht) zum 14:17-Pausenstand traf.

Zwischendurch hatte sich Geismar, das jetzt auf Sponsor-Wunsch zuhause in weißen Trikots spielt, eben auch durch Schillings erfolgreiche Abschluss mit viel Eifer und Elan zum 13:13 (25.) herangekämpft, doch eine dritte Führung wollte nicht mehr gelingen. Vielmehr lief es nach dem Wechsel fast nur noch für die Gäste. Der Heim-MTV hatte zu viele unplatzierte Würfe und scheiterte zudem mehr als ein halbes dutzend Mal auch an Rohrsens erfahrener Klasse-Schlussfrau Jenny Schäfer.

So schwanden in der zweiten Hälfte mit den Kräften auch die eher unrealistischen Siegchancen der Geismaranerinnen schnell. Rohrsen zog zudem durch Treffer nach langen Abwürfen von Schäfer auf enteilte Angreiferinnen immer weiter weg (18:26/46., 21:27/54.). So bestand am Erfolg der Gäste eigentlich nie ein Zweifel. „Rohrsen ist einer der Top-Mannschaften“, meinte Coach Versemann, dem aber auch nicht verborgen blieb: „Im Angriff müssen wir uns mehr zutrauen.“

MTV:Mugames, Langosch - Kühn, Jurkait, Stielow 4, Winkelmann, Krüger 1, Popp 3, Hartig 3/1, Knak 1, Schwarz 1, Schilling 9/5, Windhagen 1. gsd

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