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Aus 2014 ist eine Rechnung offen: Gensungen/Felsberg klarer Favorit gegen Baunatal

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Von: Sebastian Schmidt

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Stabil: Gensungens Torhüter Marc Lauterbach möchte einen Derbysieg feiern.
Stabil: Gensungens Torhüter Marc Lauterbach möchte einen Derbysieg feiern. © Pressebilder Hahn

Derbys sind für Sportler das Salz in der Suppe. Weil Siege in den Nachbarschaftsduellen nicht selten zu den Höhepunkten einer Saison zählen. Und die Spieler sich an diese Partien nach Jahren so erinnern, als wären sie gestern gewesen.

Gensungen – Drum verwundert es nicht, dass Marc Lauterbach die letzte Niederlage der ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Baunatal nicht vergessen hat. Vor der Neuauflage am Samstag (19.30 Uhr, Kreissporthalle) in der Handball-Oberliga verspricht der Torhüter als dienstältester Gensunger: „Wir werden alles dafür tun, dass sich das nicht wiederholt.“

Zumal sich beim 26:27 am 8. Februar 2014 der damalige HSG-Coach Daniel Untermann derart über den Coup freute, dass die Edertaler kurzerhand das traditionelle Trainergespräch nach dem Spiel ausfallen ließen. Nun sind die Vorzeichen indes andere, weil die ESG als Absteiger gegen den Neuling aus der Landesliga noch klarer favorisiert ist als damals.

Kein Bruderduell

Querverbindungen zwischen beiden Vereinen sind hingegen rar gesät. Als einziger Gensunger hat Co-Trainer Sascha Kurzrock als Torwart und Torwarttrainer eine Vergangenheit bei der HSG. Möglich gewesen wäre ein Bruderduell. Denn Simon Gruber, der Bruder von ESG-Kapitän Jona, war in der vergangenen Saison ein Schlüsselspieler in Baunatal. Doch der flexible Rückraumspieler ist aus beruflichen Gründen nach Freiburg gezogen.

Zum Leidwesen von HSG-Trainer Mike Fuhrig. Der Ex-Nationspieler, der im Spangenberger Stadtteil Mörshausen eine Heimat gefunden hat, baut hauptsächlich auf die Meistermannschaft, die in der Landesliga nur ein Spiel verlor – gegen die MSG Körle/Guxhagen (26:32) und nachdem der Aufstieg bereits gesichert war. „In der Vorbereitung waren wir häufig sehr wenige im Training. Der Fokus lag erstmal darauf, Pässe zu üben, um uns auf Harz einzustellen“, sagt der erfahrene Handball-Lehrer, der seit 2017 in Baunatal tätig ist.

Oschmann ist zurück

Dementsprechend bescheiden sind die Erwartungen vor allem zu Saisonbeginn. Umso überraschender kam der 25:23-Sieg über die HSG Kleenheim/Langgöns. Zumal Routinier Tobias Oschmann (Augenverletzung) passen musste. In Gensungen kann der Abwehrspezialist aber ebenso wie Adrian Rudolph (war beruflich verhindert) wieder spielen. Ansonsten gelten weiterhin Torwart Max Henkel, Spielmacher Christian Vogt, der gut mit den Kreisläufern Lukas Dexling sowie Tim Hartung harmoniert, zu den Schlüsselspielern der HSG, die in der Abwehr auch eine 5:1-Formation drauf hat.

„Wir müssen in jeder Situation zeigen, dass wir gewinnen wollen“, setzt ESG-Coach Frank Eidam den Fokus auf die eigenen Stärken und nimmt die Favoritenrolle an. Im Vergleich zum souveränen 31:22 bei der HSG Hanau II gibt es keine Änderungen im Kader. Erneut möchten die Edertaler in der Deckung um den neuen Mittelblock mit Kreisläufer Hannes Iffert und Kapitän Gruber den Grundstein für die nächsten zwei Punkte legen.

Lauterbach lobt Abstimmung

„Die Abstimmung klappt mit allen Torhütern schon sehr gut. Körperlich haben wir Vorteile und wollen uns in der Tabelle oben festsetzen“, unterstreicht Rückhalt Lauterbach. Und hat nichts anderes als die Revanche für das bittere 26:27 am 8. Februar 2014 im Sinn. (Sebastian Schmidt)

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