Mit breitem Kader doppelt punkten?

Bad Wildungen erwartet Bensheim und Leverkusen

Zunge raus und Augen zu: Die Bad Wildunger Torfrau Lea Schüpbach (rechts) versucht einen Tempogegenstoßtreffer von Luisa Scherer vom Buxtehuder SV zu verhindern.
+
Zunge raus und Augen zu: Die Bad Wildunger Torfrau Lea Schüpbach (rechts) versucht einen Tempogegenstoßtreffer von Luisa Scherer vom Buxtehuder SV zu verhindern.

„Mindestens zwei Punkte“ möchte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer mit ihrem Team beim Doppelpack gegen Bensheim/Auerbach (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen Leverkusen (Sonntag, 16 Uhr) in der Ense-Halle holen.

Bad Wildungen. „Wir haben auch die Chance beide Spiele zu gewinnen“, sagt die Niederländerin, für die zwei Niederlagen „enttäuschend“ wären. Nachdem für die elftplatzierten Vipers nach dem eminent wichtigen 30:20 (13:9)-Erfolg über die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bei nunmehr acht Zähler Vorsprung auf Relegationsrang 13 der Erstligaerhalt sicher erscheint, könnten die Südwaldeckerinnen mit den zwei möglich erscheinenden Erfolgen nach einem einstelligen Tabellenplatz schielen.

„Wir haben Glück, dass wir zwei Heimspiele und somit keinen Reisestress haben, weil schon zwei Spiele in einer Woche für meine Mädels ungewohnt sind“, sagt Bremmer.

Sie freut sich, dass sie bis auf die Langzeitverletzen Vanessa Magg und Alina Otto (beide Kreuzbandriss) auf ihren kompletten Kader zurückgreifen kann. Dass sie sich es gegen Buchholz sogar leisten konnte, deren Vertreterinnen Sabine Heusdens und Miranda Schmidt-Robben gar nicht einzusetzen, spricht für die neue Stärke der Vipers, die wohl noch nie über einen so ausgeglichenen Kader wie derzeit verfügten. Dass Bremmer die Qual der Wahl hat, könnte das größte Bad Wildunger Faustpfand bei dem ungewohnten Doppelspieltag sein.

Maxime Struijs „richtig fit“

So ist auch die gegen Buchholz nur wenig eingesetzte Spielmacherin Maxime Struijs nach ihrem Schleudertrauma wieder „richtig fit“, so Bremmer. Wegen der unerwarteten 27:30-Hinspielniederlage „wird Bensheim heiß sein, uns zu zeigen, dass sie besser sind, als wir“, glaubt Bremmer.

„Sie haben einen sehr breiten Kader, mit Ines Ivancok und Alicia Soffel zwei richtig gute Halblinke und mit Jessica Kockler eine sehr gute Torfrau“, bescheinigt die Vipers-Trainerin dem auf Rang sieben stehenden Freitagsgegner. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm hat vier Punkte, aber auch zwei Spiele mehr als die Vipers.

„Gegen Bensheim, das sehr konterstark ist, waren es immer faire Spiele. Sie liegen uns vielleicht etwas besser als Leverkusen“, sagte Bremmer. Ihre Mannschaft hat nach der 18:33 (12:17)-Klatsche im Oktober bei Bayer noch etwas gutzumachen. Dabei hat sich Bayer unter dem neuen Trainer Martin Schwarzwald nach dem überraschenden Pokalaus im Viertelfinale beim 23:24 gegen Buchholz-Rosengarten „zuletzt gesteigert“, so Bremmer.

Bremmer warnt vor Zoe Sprengers

Deren Team muss vor allem TSV-Linksaußen Zoe Sprengers in den Griff bekommen. „Sie ist ein kleiner Terrier und auch richtig stark im eins-gegen-eins“, sagt Bremmer über ihre nur 1,63 Meter große Landsfrau, die nicht nur für sie „die beste Linksaußen in der Bundesliga ist“. jh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.