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Bad Wildungen in Bensheim unter Zugzwang

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Von: Jürgen Heide

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Augen zu und Bein hoch: Die Bad Wildunger Torhüterin Lea Schüpbach (links) versucht den Siebenmeter von Asli Iskit (Thüringer HC) abzuwehren.
Augen zu und Bein hoch: Die Bad Wildunger Torhüterin Lea Schüpbach (links) versucht den Siebenmeter von Asli Iskit (Thüringer HC) abzuwehren. © malafo

Mit dem Hessenderby am heutigen Mittwoch (20 Uhr, Weststadthalle) endet für die HSG Bad Wildungen das Hammerprogramm in der Bundesliga Frauen mit sechs Spielen in 19 Tagen.

Bad Wildungen – Nachdem es die Vipers am vergangenen Samstag beim 33:33 (18:13) bei der Sport-Union Neckarsulm in höchst fahrlässiger Art und Weise schafften, in 78 Sekunden eine Drei-Tore-Führung noch zu verspielen und so einen extrem wichtigen Punkt im Kampf um den Erstligaerhalt einfach wegzuwerfen, stehen die Südwaldeckerinnen nun im Hessenderby unter Druck.

Schließlich ist die Partie des Tabellenzwölften bei bei den zehntplatzierten und zwei Pluspunkte mehr aufweisenden Flames schon das fünftletzte Saisonspiel der Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer. Die hat nach der Partie in Südhessen dann 17 Tage Pause. Dann folgt das äußerst wichtige Spiel am 30. April beim auf Relegationsplatz 13 stehenden Aufsteiger BSV Sachsen Zwickau, der zwei Pluspunkte weniger aufweist und drei Partien weniger absolviert hat.

Nach zuletzt 0:8-Zählern ist auch das gastgebende Team um die Ex-Bad Wildungerinnen Sarah van Gulik und Helen van Beurden noch nicht gerettet und steht ebenfalls unter Zugzwang.

Bremmer: „Sieg als Befreiungsschlag“

„Wenn wir in Bensheim gewinnen würden, wäre das ein Befreiungsschlag“, sagt Bremmer und meint, dass dann die Lage ihrer Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt „sehr gut“ aussehen würde. Bei einer Niederlage allerdings „wären wir schon sehr unter Druck“, sagt sie, auch weil alle anderen gefährdeten Teams noch zwei Spiele mehr als die Vipers zu bestreiten haben. „Wir müssen deshalb die letzten Kräfte rausholen“, fordert die Bad Wildunger Trainerin und macht den Kräfteverschleiß auch für den verschenkten Sieg in Neckarsulm verantwortlich. „Die Mädels waren körperlich und mental zerstört“, sagt die 38-Jährige, wobei das unsägliche Ende noch mehr an der fehlenden Cleverness der Vipers lag. Zudem werden Maxime Struijs und Co. in Bensheim gefordert sein, noch mehr körperlich dagegenzuhalten, als sie das gegen den gerade einmal elfköpfigen Kader der Sport-Union taten.

Bremmer hofft, dass die auch in Neckarsulm wie schon beim 32:25 (16:11-)-Sieg bei Schlusslicht Buchholz-Rosengarten überragende Torfrau Lea Schüpbach heute ihren Aufwärtstrend fortsetzt und die Vipers mit ihr und der Ex-Bensheimerin Manuela Brütsch ein Übergewicht im Tor haben werden. Gegenüber dem Neckarsulm-Spiel, bei dem die von der Sport-Union im vergangenen Dezember gekommene Anouk Nieuwenweg zwar auf der Bank saß, aber wegen einer Abmachung der Klubs nicht eingesetzt wurde, kann Bremmer wieder auf die Linkshänderin zurückgreifen.

„Das ist ein 50:50-Spiel. Beide Mannschaften hatten zuletzt mental viel zu verarbeiten, wobei Bensheim extrem von Corona betroffen war“, sagt Bremmer über das Team ihrer Trainerkollegin Heike Ahlgrimm und geht davon aus, „dass die Tagesform über den Spielausgang entscheiden wird“. (jh)

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