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Bad Wildungen in Buchholz unter Zugzwang

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Hände hoch: Die Bad Wildunger Halbrechte Anouk Nieuwenweg (links) kommt gegen Annika Meyer (Thüringer HC) zum Wurf.
Hände hoch: Die Bad Wildunger Halbrechte Anouk Nieuwenweg (links) kommt gegen Annika Meyer (Thüringer HC) zum Wurf. © malafo

Im Kellerduell der 1. Frauenhandball-Bundesliga ist der Vorletzte Bad Wildungen am Mittwoch bei den Handball-Luchsen Buchholz-Rosengarten gefordert.

Bad Wildungen – Wenn am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Nordheidehalle in Buchholz der Anpfiff ertönt, gibt es für die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen keine Ausreden mehr. Wenn die Vipers auch in der nächsten Saison in der 1. Liga bleiben wollen, zählt für die auf Relegationsplatz 13 stehenden Südwaldeckerinnen beim Vierzehnten nur ein Sieg. Bei einer Niederlage bei den gastgebenden Luchsen, die dann nach Pluspunkten mit den zwei Spiele mehr aufweisenden Gästen gleichgezogen hätten, wäre das elfte Jahr der Erstligazugehörigkeit der Nordhessinnen ernsthaft in Gefahr.

„Abstieg wäre ein Riesendrama“

Während die Gastgeberinnen wohl eher relativ gelassen mit einem Abstieg umgehen würden, „wäre das für uns ein Riesendrama. Wir wollen auf gar keinen Fall absteigen“, sagt HSG-Trainerin Tessa Bremmer. Sie gibt zu, dass die Vipers, deren Personalplanungen auf den Erstligaerhalt ausgerichtet sind, wegen der etwas unterschiedlichen Ausgangslage „mehr Druck als Rosengarten haben. Jede bei uns weiß, dass das ein absolutes Muss-Spiel ist und es um alles geht“.

Mit der Zielsetzung „Platz neun“, die natürlich längst überholt ist, war die HSG, für die am Mittwoch zwei Punkte Pflicht sind, in die bisher so schlecht verlaufende Runde gegangen, in der es längst nur noch um das sportliche Überleben in Liga eins geht. Das Hinspiel, in der katastrophal verlaufenden Hinserie, „als wir das Gefühl hatten, dass wir nie wieder ein Spiel gewinnen“, so Bremmer, gewann die HSG mit 29:23 (14:11). Mittlerweile habe ihre Mannschaft durch einige gute Spiele in der Rückserie eine andere mentale Stärke glaubt Bremmer.

Die gilt es morgen zu beweisen, wobei die Bad Wildunger Trainerin davon ausgeht, „dass es extrem auf die Torwartleistung ankommen wird“. Sie bescheinigt den Luchsen, in Mareike Vogel und Zoe Ludwig gleich zwei Keeperinnen zu haben, „die ein Spiel allein entscheiden können“. So hofft die Niederländerin, dass HSG-Stammkeeperin Manuela Brütsch gut aufgelegt ist und Ersatztorfrau Lea Schüpbach gegebenenfalls endlich wieder einmal für Entlastung der Vipers-Kapitänin sorgen kann.

Vom 26:23-Coup der Luchse über die Sport-Union Neckarsulm war Bremmer sehr überrascht. „Rosengarten hatte einen guten Tag, aber die Vorstellung von Neckarsulm war erschreckend.“ Der mit 0:14-Punkten in die Saison gestartete Letzte, der zu Hause noch gegen den VfL Oldenburg (30:27) und die HSG Bensheim/Auerbach (26:25) gewann, verfügt Bremmers Meinung nach über viele erfahrene Kräfte wie Regisseurin Kim Berndt und spiele lange Angriffe.

„Das wird kein einfaches Spiel für uns werden. Wir müssen die technischen Fehler reduzieren“, fordert die Bad Wildunger Trainerin und hofft, dass ihre Startformation im Rückraum mit Maxime Struijs, Munia Smits und Jana Scheib einen besseren Tag erwischt als bei der 27:34-Niederlage gegen den Thüringer HC am Samstag. (jh)

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