Schwache Leistung regt Bremmer auf

Bad Wildungen verliert bei VfL Oldenburg 24:25 (11:14)

Das Tor im Blick: Die Bad Wildungerin Larissa Platen (Mitte) wird von der Oldenburgerin Marie Steffen (links) unter den Augen ihrer Mitspielerin Anna-Maria Spielvogel attackiert.
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Das Tor im Blick: Die Bad Wildungerin Larissa Platen (Mitte) wird von der Oldenburgerin Marie Steffen (links) unter den Augen ihrer Mitspielerin Anna-Maria Spielvogel attackiert.

„Oldenburg hat verdient gewonnen“, bilanzierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer die 24:25 (11:14)-Niederlage beim VfL.

Oldenburg. Als Luisa Knippert 38 Sekunden vor Schluss unbedrängt von Maxime Struijs in Überzahl zum 25:23 traf, war Oldenburg endgültig auf der Siegerstraße. Zwar verkürzte die Bad Wildungerin Maria Ines Da Silva Pereira 14 Sekunden vor Schluss noch auf 24:25, bevor der VfL den Sieg über die Zeit brachte. So regte sich Bremmer über „extrem viele Sachen“ bei der „unnötigen Niederlage“ des Elften beim bisherigen Zehnten auf.

In der EWE-Arena hatte Bad Wildungen nahtlos an die vielen Fehler bei der 26:30 (13:13)-Niederlage am Samstag beim Buxtehuder SV angeknüpft. Dabei zeigten die Vipers in der ersten Halbzeit eine katastrophale Angriffsleistung, wobei der Rückraum „erneut schwach war“, wie Bremmer, die sauer „über die vielen technischen Fehler“ war, konstatierte. Larissa Platen und Munia Smits agierten auf halblinks sehr schwach, Regisseurin Struijs konnte die Partie zu wenig lenken, die Halbrechte Jana Scheib war selten ein Faktor und die auch auf der Mitte agierende Marieke Blase zeigte, dass sie keine Spielmacherin wie die bis dato nicht eingesetzte Da Silva Pereira ist.

Viel zu oft verstrickten sich die Vipers in Einzelaktionen statt Ball und Gegner laufen zu lassen. So führten sie nur beim 2:1 (4.), bevor der VfL das Kommando übernahm, wozu dem Pokalsieger von 2018 eine Durchschnittsleistung genügte. Nach dem 4:2 (6.) zog Oldenburg trotz Bremmers Auszeit, 3:6 (8.), auf 7:3 (9.) davon. Zwar verkürzte die schwache HSG auf 6:8 (15.), kam aber aufgrund ihrer Fehler aber nicht näher, 7:11 (20.). Und das, obwohl die in der achten Minute eingewechselte Manuela Brütsch bis zur Pause mit sieben Paraden eine sehr starke Leistung gezeigt hatte und wieder einmal bis dahin die beste Viper war.

Maria Ines Da Silva Pereira stark

In Halbzeit zwei startete die HSG endlich mit Da Silva Pereira, mehr Aggressivität und einer verbesserten Smits. Dadurch war der Gast beim 15:16 (34.) wieder dran und blieb dies auch, 17:18 (39.), bevor der VfL wieder davonzog, 21:17 (43.). Bremmer agierte nach ihrer dritten Auszeit (46.) mit einer 4:2-Deckung und der siebten Feldspielerin. Das half, 19:21 (49.), bevor Oldenburg aufgrund der HSG-Fehler wieder auf 24:20 (54.) enteilte. Doch die Vipers bewiesen Moral und verkürzten auf 23:24 (56.), der Ausgleich lag in der Luft, aber Platen unterlief ein Stürmerfoul. Und als ein Foul an Sabine Heusdens nicht geahndet wurde und diese sich danach noch eine Zeitstrafe abholte, war das Momentum auf Seiten des VfL.

„Wir haben nur 15 Minuten gut Handball gespielt. So kann man kein Spiel gewinnen“, bilanzierte Bremmer. (jh)

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