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Vipers unterliegen Vizemeister Dortmund 29:39

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Von: Dirk Schäfer

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Handballspielerin jubelt, daneben zwei enttäuschte Gegnerinnen
Ein durchaus typisches Bild im letzten Auswärtsspiel Bad Wildungens: Dortmunds Jennifer Gutierrez Bermejo freut sich über eines ihrer sieben Tore, während die Vipers-Spielerinnen Kira Schnack (11) und Jana Scheib ratlos dreinschauen. © Wolfgang Stummbillig

Die 16. Niederlage dieser Bundesligasaison war vielleicht diejenige, die die Handballfrauen der HSG Bad Wildungen am gelassensten hinnahmen. Auch wenn sie höher als angestrebt ausfiel.

Die Vipers bleiben dem Oberhaus erhalten, das stand am Samstag endgültig fest. Nachdem neben Buchholz-Rosengarten (24:28 bei HSG Bensheim/Auerbach) als auch der BSV Sachsen Zwickau (28:30 gegen Neckarsulm) verloren, werden die Wildungherinnen mindestens Drittletzter und müssen somit auch die Relegation nicht mehr fürchten, was schon vor dem Anpfiff in der Sporthalle Wellinghofen nur noch theoretischer Natur war.

Da neben Bensheim auch Oldenburg gewonnen hat (27:25 bei Halle-Neustadt) ist der im Saisonendspurt noch erhoffte neunte Rang wieder etwas entrückt.

Vipers nur bis zur 15. Minute in Schlagdistanz

Beim Vizemeister machten die Wildungerinnen die Erfahrung, dass man einer Mannschaft von der Qualität Dortmunds, wenn diese in Normalform spielt, wohl nur phasenweise Paroli bieten kann. So war es jedenfalls im vorletzten Saisonspiel, in dem sich immer wieder Schwächephasen einschlichen bzw. die Gastgeberinnen immer wieder mal die Zügel anzogen.

Eine knappe Viertelstunde lang waren die Vipers gut im Spiel, führten in der Anfangsphase zweimal und lagen nach knapp 12 (8:9) und knapp 14 Minuten (9:11) noch gut im Rennen. Danach zeigte Dortmunds Keeperin Yara ten Holte ihr großes Können. Sechs Bälle parierte sie in den folgenden zehn Minuten – während Bad Wildungen mehr als acht Minuten kein Treffer glückte, zog der BVB auf 17:9 davon. Zur Pause hieß es dann 21:12.

Bad Wildungen scheitert immer wieder an BVB-Keeperin

Auch Vipers-Torhüterin Manuela Brütsch wusste zu überzeugen, und Im zweiten Durchgang zeigten beide Keeperinnen erneut einige Paraden. Die von ten Holte, die zwischendurch auch selbst ein Tor erzielte, verhinderten immer wieder, dass die Gäste den Spielstand knapper gestalten konnten. Vor allem Jana Scheib (5 Toren bei 13 Versuchen) und Munia Smits (4/11) wussten davon ein Lied zu singen.

Nach dem 29:22 (43.) vergingen wieder gut neun Minuten, ehe Julie Hafner mal wieder Bad Wildungen auf die Anzeigetafel brachte. Kurz danach stand es 27:22 für Dortmund und es roch nach einer herben Klatsche für die Kurstädter. Die Gäste von Trainerin Tessa Bremmer lösten aber in der Schlussphase die Aufgaben wieder besser und hielten, nachdem sie in Minute 59 und 60 die letzten drei Treffer der Partien erzielt hatten, den Schaden bei zehn Toren Rückstand in Grenzen.

Am kommenden Samstag zu Hause gegen die HSG Bensheim/Auerbach hat die HSG Bad Wildungen am letzten Spieltag noch die Chance, sich ein, zwei Tabellenplätze zu verbessern. (schä)

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