1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Bad Wildunger Vipers: Zwangspause für Manuela Brütsch, Hoffnung auf Comeback im Februar

Erstellt:

Von: Thorsten Spohr

Kommentare

Meniskusverletzung: Vipers-Torhüterin Manuela Brütsch, hier gegen die Leverkusenerin Zoe Sprengers, wird in den kommenden Wochen fehlen. Im Bad Wildunger Lager hofft man, dass die Nummer eins Mitte Februar wieder spielen kann. Archi
Meniskusverletzung: Vipers-Torhüterin Manuela Brütsch, hier gegen die Leverkusenerin Zoe Sprengers, wird in den kommenden Wochen fehlen. Im Bad Wildunger Lager hofft man, dass die Nummer eins Mitte Februar wieder spielen kann. Archi © malafo

Die Bad Wildunger Vipers müssen in den kommenden Wochen auf Manuela Brütsch verzichten, hoffen aber darauf, dass die Torhüterin Mitte Februar wieder auflaufen kann.

Bad Wildungen –Die Keeperin hat sich eine Meniskusverletzung im linken Knie zugezogen. Eine Operation ist Stand jetzt nicht nötig. Tessa Bremmer, Trainerin des Handball-Bundesligisten, hofft, dass sie Mitte Februar wieder auf ihre Nummer eins zwischen den Pfosten bauen kann.

Im Abschlusstraining hatte sich Brütsch die Verletzung zugezogen und konnte bei der 27:40-Niederlage in Oldenburg nicht spielen und wurde von Larissa Schutrups vertreten, die die einzige weitere Torhüterin im Kader ist. Nach einer Untersuchung am Montag wurde eine Meniskusverletzung festgestellt. „Der Meniskus ist nicht zerfetzt. Deswegen soll Manuela auch nicht operiert werden, sondern zunächst konservativ behandelt werden“, so Bremmer, die hinzufügt: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Zwar halten die Vipers derzeit Ausschau nach einer Verstärkung auf der Torhüterposition, Bremmer glaubt aber nicht, dass diese Suche erfolgreich sein wird. „Es wird schwierig, da wir auch wenig Geld zur Verfügung haben“, sagt die Trainerin. „Und unsere Konkurrenten in der Bundesliga werden uns sicherlich auch nicht unbedingt unterstützen wollen, gerade weil in dieser Saison alles so ausgeglichen ist.“ Ehemalige Spielerinnen sind laut Bremmer auch keine wirkliche Alternative. „Wenn du sechs, sieben Jahre pausiert hast, dann tust du dir auf diesem Niveau auch keinen Gefallen.“

In Zwickau und gegen Waiblingen wieder mit Brütsch?

Entgegen kommt der HSG in dieser Situation das Programm der kommenden Wochen. An diesem Wochenende sind die Vipers spielfrei, anschließend folgt das Pokalspiel gegen Bietigheim, wo die Vipers auch mit einer Manuela Brütsch im Tor nur krasser Außenseiter wären. Auch in den anschließenden Liga-Heimspielen gegen den Tabellenfünften Buxtehude und gegen den Sechsten Metzingen sind die Vipers Außenseiter. Das Risiko, mit nur einer Torhüterin in diese Spiele zu gehen, ist also vertretbar.

Dann folgen zwei wichtigen Spiele gegen die unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf: bei Sachsen Zwickau und gegen Schlusslicht Waiblingen. In diesen Partien muss die HSG punkten und Bremmer hofft, dass bis dahin Manuela Brütsch wieder einsatzfähig sein wird. „Ich habe die Hoffnung, dass es bei Manuela schnell geht, weil sie über eine sehr gute Fitness verfügt“, sagt Bremmer. „Aber: Bei einer konservativen Behandlung kann man keine Aussage darüber treffen, wie lange es dauern wird.“

Klar ist: Eine Torhüterin aus der zweiten Mannschaft, die in der Bezirksoberliga spielt, ist keine Alternative. Falls es unbedingt nötig sein sollte, spielt Bremmer mit dem Gedanken, Sabine Heusdens aushilfsweise ins Tor zu stellen. „Sie springt auch im Training ein, wenn Manuela nicht da ist“, sagt Bremmer. „Und sie hat genau das Bekloppte, was eine Torhüterin braucht. Sie hat keine Angst.“

Trotz der Pause steht bei den Vipers übrigens eine normale Trainingswoche auf dem Programm. „Nach dem Spiel in Oldenburg hätten wir was anderes auch nicht verdient“, verdeutlicht Bremmer.

Auch interessant

Kommentare