Der Bann ist gebrochen

Treffsicher, nicht nur vom Punkt aus: Marcus Einhorn erzielte neun Treffer für die TG Rotenburg, darunter fünf Siebenmeter. Foto: Walger

Rotenburg. Die TG Rotenburg entkommt der Torlawine als Sieger. Sie schlägt die SVH Kassel mit 42:40 (21:21).

Jetzt ist er da, der wichtige erste Sieg für die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg: Der Aufsteiger bezwang am Samstag die hoch gehandelte SVH Kassel mit 42:40 (21:21). Es war ein temporeicher, offener Schlagabtausch. Erst als Marcus Einhorn die Torflut Sekunden vor Ablauf der Spielzeit mit dem 82. Einschlag beendete, stand der Heimerfolg fest.

Bei den TGR-Trainern Uwe Mäusgeier und Robert Nolte sowie ihren Spielern waren Freude und Erleichterung groß - aber auch die Erschöpfung. „Alle haben mit sehr viel Willen gespielt“, lobte Robert Nolte, dem mit Blick auf die Aufstellung des Gegners vorher schon mulmig gewesen war. „Wir wussten, dass wir auf eine rückraumlastige Mannschaft treffen würden“, sagte er später. In dieser Einschätzung sah er sich sofort bestätigt. Im Sommerschlussverkauf hatte die SVH noch einmal zugeschlagen und eine Aufbaureihe mit drei international erfahrenen Kräften zusammengebastelt. Frank Tataraga, Milan Cermak und Adis Curan legten sich gegenseitig die Bälle auf. Erstere trafen oft aus neun, zehn Metern mit größter Präzision. Tomas Pankiewicz und zwischendurch Philipp Palme hatten im TGR-Kasten einen schweren Stand, zumal der starke Rückraum auch die Außen und den Kreisläufer in gute Wurfpositionen brachte.

Mit 3:6 (8.) und 5:8 (9.) lag die TGR hinten, kämpfte sich aber heran und ging durch Marc Imberger per Konter erstmals selbst in Führung (13.). Dass die Partie von da an bis zur 48. Minute ganz eng blieb, war laut Robert Nolte auch dem Angriff zu verdanken: „Wir haben heute vorne mit viel Selbstvertrauen gespielt.“ Damit hat er nicht nur die treffsicheren André Witzel, Daniel Holl und Marcus Einhorn gemeint, sondern auch Neuzugang Kurt Max Beyer, der erst spät aufs Feld kam: „Gigantisch, der kommt rein und übernimmt sofort Verantwortung.“ Und er warf noch drei ganz wichtige Tore.

Den Gast kurzatmig gespielt

Mit ihrem konstant hohen Tempo haben die Rotenburger die Kasseler kurzatmig werden lassen. So setzten sie sich zwischen der 48. und der 53. Minute von 32:31 auf 37:33 ab. Vier Minuten später war der schöne Vorsprung beim 39:39 schon wieder dahin.

Doch eines blieb, wie es war: Die TGR-Angreifer strotzten vor Selbstbewusstsein. Und sie hatten nun in Pankiewicz auch noch den nötigen Rückhalt im Kasten. All das ließ Daniel Holl jubeln: „SVH Kassel hat international erfahrene Klassespieler, aber wir haben sie geknackt. Das wird auch unseren Jungen Mut machen. Der Zusammenhalt bei uns ist einfach super genial.“

TGR: Pankiewicz, Palme - Harbusch (1), Witzel (8), Einhorn (9/5), Pippert (2), Denk (3), Berz (2), Debus (4), D. Holl (7), J.-O. Holl, Beyer (3), Imberger (2), Golkowski (1).

SVH: Herwig, Zügler - Gorges (1), Curan (1), Hess (3), Schuldes (5), Cermak (6), Rode, Gribner (4), Schleider (49; Röhrscheid (5), Tataraga (11/4).

SR: Baby/Wahler; Z: 450

Von Thomas Walger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.