Oberliga: ESG ersatzgeschwächt - Pohlheim hat starke Torleute

Bauer auf der Mitte?

Einsatz fraglich: Gensungen/Felsberg Benedikt Hütt. Foto: Hahn

Gensungen/Pohlheim. Gut 120 Auto-Kilometer ist Pohlheim von Gensungen entfernt. Wenn die Oberliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg am Samstag ab 20 Uhr im Pohlheimer Ortsteil Holzheim antreten, hat ein Akteur der Gäste eine um einiges kürzere Anreise. Michael Viehmann nämlich, der in Wetter (Kreis Marburg-Biedenkopf) lebt. Und der für die Begegnung bei der HSG Pohlheim noch mehr gebraucht wird, weil sich die personelle Lage bei den Edertalern nicht sonderlich gut darstellt.

Neben Kreisläufer Maximilian Pregler (wie kurz berichtet) bangen die Gensunger auch um den Einsatz der angeschlagenen Spielmacher Philip Julius und Benedikt Hütt. ESG-Coach Reiner Wagner ging während der Übungseinheiten schon mal vom schlimmsten Fall aus und ließ Hannes Bauer als Vertretung für Julius und Hütt auf der Mitte-Position operieren. Zumal der etatmäßige Linksaußen schon zuletzt bei der Niederlage gegen den Spitzenreiter TV Gelnhausen als Regisseur ordentliche Ansätze zeigte. Bauers vordringliche Aufgabe wird darin bestehen, das Tempo seiner Mannschaft so zu bestimmen, dass den Nordhessen nicht so viele Fehler im erweiterten Gegenstoß sowie im Unterzahlspiel unterlaufen.

Wie’s gemacht wird, beweist der Mit-Absteiger aus der 3. Liga. „Die Pohlheimer sind deutlich konstanter als wir“, meint Wagner, „die haben eine solide Spielweise ohne große Fehler.“ Auch Hütt weiß um die Qualitäten des Kontrahenten: „Die HSG hat eine eingespielte Truppe. Es wird für uns nicht einfacher als gegen Gelnhausen.“

Aktuell rangiert der Klub aus Mittelhessen mit 20:10-Punkten auf dem fünften Tabellenrang - fünf Plätze vor der ESG. Gestützt auf eine stabile Hintermannschaft mit zwei starken Schlussleuten Jan Wüst und Alexander Scholz, gelang den Hausherren ein guter Start ins Jahr 2014: Dem 31:23 daheim gegen Hüttenberg II ließen sie ein 30:28 beim TSV Vellmar folgen.

„Bis auf ein, zwei Spiele bin ich mit unserem bisherigen Abschneiden zufrieden“, stellt HSG-Übungsleiter Thomas Wallendorf fest. Als Ziel hatte der Verein einen Platz unter den ersten Fünf ausgegeben. „Wenn wir uns noch um die eine oder andere Position verbessern könnten“, ergänzt der A-Lizenz-Inhaber, „wäre das schön.“

Gefahr durch Grundmann

Genügend Potenzial steckt auf jeden Fall in seinem Team. Der vor der Saison geholte Rückraumakteur Chris Grundmann erwies sich ebenso als große Verstärkung wie Mittelmann Markus Semmelroth (beide aus Linden geholt). Momentan angeschlagen sind Christian Schäfer und Niklas Happel. Wallendorf hofft, dass beide gegen Gensungen mit von der Partie sind.

Von Björn Mahr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.