Phil Räbigers zwölfte Saison

Baunataler Handballer empfangen im ersten Heimspiel Ahlen

Er will den Ball, er übernimmt Verantwortung: Phil Räbiger trägt seit 2009 das Trikot der Baunataler Eintracht.
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Er will den Ball, er übernimmt Verantwortung: Phil Räbiger trägt seit 2009 das Trikot der Baunataler Eintracht.

Was hat er nicht alles erlebt und erlitten mit der Eintracht – Aufstiege, das Zweitliga-Chaosjahr, immer wieder lästige Blessuren, zum Glück aber keine schwerwiegenden Verletzungen. Die Heimpremiere seiner zwölften Handball-Saison mit den Baunataler Handballern am heutigen Samstag (17.30 Uhr, Rundsporthalle) gegen die Ahlener SG ist auch für Phil Räbiger (30) noch eine ganz neue Erfahrung.

„Die Gefühle sind recht zwiespältig“, gesteht der Lehrer (Sport, Mathematik). Wobei die positiven überwiegen. „Die Saisonvorbereitung hat sich noch nie so lange hingezogen. Umso größer ist die Freude, dass wir als Auswärtssieger gestartet sind. Das hat Druck genommen, die Köpfe freigemacht, lässt uns voller Freude ins erste Heimspiel gehen“, so der dienstälteste Großenritter Spieler.

Mit sieben Treffern ist der Halblinke vorangegangen, war auch im Innenblock der Abwehr wieder der erfahrene Ruhepol. „Ich habe meine Rückenprobleme im Griff, bin fast schmerzfrei“, sagt Räbiger, verweist auf „neue Breite und Qualität“ im Kader: „Die Neuzugänge machen uns deutlich stärker, die Mischung stimmt, alle Positionen sind gut besetzt.“ Das 30:24 bei Lemgo II, ist Räbiger sicher, „hat uns einen Schub gegeben. Den sollten wir aber nutzen, um den Auftaktsieg nun gegen Ahlen mit weiteren Punkten zu veredeln.“

Apropos: Mit 0,91 Zählern pro Spiel haben die Baunataler die vergangene, im März abgebrochene Saison beendet. „Diese Quote sollte nun besser werden“, sagt der Routinier – und jetzt kommt der Kopfmensch Räbiger doch durch: „Wenn wir denn diese Saison komplett durchziehen können.“ Nur „vier freie Wochenenden soll es geben an Weihnachten, Silvester, Karneval und Ostern“. Und die Ungewissheit wegen des Coronoavirus ist auch latent. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir jetzt auf dem Niveau Handball spielen können“, sagt Räbiger, demütig sei er und dankbar dafür.

Dann aber ist wieder Zuversicht angesagt. „Wir investieren sehr, sehr viel für unseren Sport. Aber wir bekommen auch ganz viel zurück“, sagt Räbiger. Und einen so besonderen Glücksmoment, wie vor einer Woche im Jubelkreis beim „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ möchte er auch heute Abend wieder erleben.

Die Chancen dafür sind gut, auch wenn die Gäste aus dem Münsterland um die starken Neuzugänge Max Nowatzki (20/Minden) und Dominik Spannekrebs (22/Schalksmühle) sowie David Wiencek (27/Bruder des Kieler Nationalspielers Patrick Wiencek/31) voll auf Tempohandball setzen. Ihren Lauf zu stoppen, sie zu Fehlern zu zwingen, dafür hat Trainer Dennis Weinrich auch Fynn Reinhardt wieder dabei. Nur Marvin Heidig fällt diesmal verletzt aus. (Gerald Schaumburg)

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