Viele Treffer und immer gute Laune

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Mit Biss und Tempo: Linksaußen Felix Geßner (Mitte) von Handball-Drittligist Eintracht Baunatal hat die Bad Neustadter Maximilian Kalliske (links) und Gary Hines hinter sich gelassen und zieht ab.

Sie stehen häufig im Fokus:die Torjäger. In unsererneuen Serie Torgarantenstellen wir in unregelmäßigen Abständen treffsichere Spieler vor. Heute: Handballer Felix Geßner von Eintracht Baunatal.

Torschützenkönig war er noch nie. Zu den erfolgreichsten Werfern gehört er dennoch in jeder Saison, einmal führte er die Liste zur Winterpause an. Seit 2012 trifft er für die Handballer von Eintracht Baunatal und hat großen Anteil daran, dass der GSV in der 3. Liga etabliert ist und einmal sogar in die 2. Bundesliga aufstieg.

„Felix ist definitiv eine Tormaschine und gehört zu den besten Linksaußen der Liga. Er kommt beim Gegenstoß unfassbar schnell nach vorn. Sobald der Gegner abgezogen hat, sprintet er schon los“, sagt Marvin Gabriel, Geßners Teamkollege und Initiator vieler Baunataler Angriffe. Ihn in Szene zu setzen, findet der Spielgestalter nicht schwer: „Er steht ja meistens in der Ecke. Da ist es nicht schwer, ihn beim Zuspiel zu finden. Ich erkenne ihn immer schon aus dem Augenwinkel.“

Doch nicht nur die sportlichen Qualitäten des 29-Jährigen schätzt Gabriel. „Er hat auch fast immer gute Laune. Zusammen mit Kevin Trogisch ist er für die Stimmung in der Kabine zuständig und macht auch mal einen Blödsinn.“

Stimmt die Form, glänzt Geßner mit extrem guter Chancenverwertung. Im Tempogegenstoß ist er ohnehin nicht zu stoppen. Und auch von Linksaußen trifft er oft nach Belieben. „Mir ist es lieber, von dort zu werfen als von innen. Weil der Winkel eng ist und man nicht überlegen muss, wie man werfen soll“, sagt der Konstruktionsmechaniker. Nur zu gut weiß er, dass vieles dabei Kopfsache ist: „Wenn man gut reinkommt, ist das Treffen eine Selbstverständlichkeit. Wenn man dagegen die ersten beiden verwirft, kommt man ins Nachdenken.“

Zum Glück für die Baunataler ist Letzteres bei ihm eine Seltenheit. „Obwohl ich einmal in einer Halbzeit von fünf Versuchen keinen getroffen habe“, erinnert er sich und bedauert die Fahrkarten noch heute: „Wenn die Jungs mich schon immer freispielen, will ich ihnen wenigstens auch eine Freude machen.“ Oft genug gelingt ihm dies blendend.

Mit dem Handball begonnen hat Felix Geßner bei der HSG Lohfelden/Vollmarshausen. Über die SG Zwehren, mit deren B-Jugend er im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft stand, kam er zur SVH Kassel und von dort zur Eintracht. Dort fühlt er sich nach wie vor pudelwohl und denkt nicht an einen Abschied. „Ich bin ja sozusagen im besten Handballeralter. So lange ich mich körperlich fit fühle, bleibe ich hier.“ Ohnehin genießt er den Handball nach wie vor: „Ich bin froh, dass ich spielen kann. Meine Eltern und Großeltern haben gespielt, das ist mir ebenso wie die Schnelligkeit in die Wiege gelegt worden.“

Die hierbei anklingende Spielfreude ist ihm auf dem Feld deutlich anzumerken. Es wirkt, als wäre jedes Tor sein erstes überhaupt. Doch es gibt auch zwei Treffer, an die er sich besonders gern erinnert. „Im Pokalspiel gegen den THW Kiel habe ich einen Siebenmeter verwandelt. Und bei einem Ligaspiel in Dessau habe ich einen Gegenstoß-Pass von unserem Torhüter Conny Paar per Kempa reingemacht“, sagt er. Foto: Dieter Schachtschneider

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