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HSG Bensheim/Auerbach triumphiert beim 10. Domstadt-Cup in Fritzlar

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Hinein ins Vergnügen: Bad Wildungens Verena Oßwald (am Ball) setzt sich durch gegen Buxtehudes Mailee Winterberg (r.).
Hinein ins Vergnügen: Bad Wildungens Verena Oßwald (am Ball) setzt sich durch gegen Buxtehudes Mailee Winterberg (r.). © Artur Schöneburg

Der Titelverteidiger ist entthront und der Überraschungs-Coup perfekt: Die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach haben die Jubiläumsausgabe des Domstadt-Cups in Fritzlar gewonnen.

Fritzlar – In einem Endspiel-Krimi setzte sich das Team von Heike Ahlgrimm im Siebenmeter-Werfen mit 26:25 gegen die HSG Bad Wildungen durch.

Das Finale

In einem sehr kampfbetonten Finale konnten sich die Vipers nach einem ausgeglichenen Beginn mit einem Vier-Tore-Lauf auf 10:6 absetzen. Nicht in den Griff zu bekommen war dabei Viper-Kreisläuferin Annika Ingenpaß, die insgesamt fünf Tore erzielte.

„Wir haben uns wieder rein gekämpft“, lobte HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm die Moral ihrer Mannschaft. Diese lief zwar nach dem 11:13-Pausenstand weiter einem Rückstand hinterher, konnte aber Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel durch den Treffer der überragenden Lisa Friedberger (12/4) zum 17:17 offen gestalten. Im Anschluss gelang es keiner der beiden Mannschaften das enge Spiel für sich zu entscheiden.

„Beim Siebenmeter-Werfen war das Glück auf unserer Seite“, entpuppte sich Ahlgrimm als faire Gewinnerin. Nachdem Annika Hampel für die Vipers vom Punkt gescheitert war, traf die starke Friedberger zum 26:25 der Südhessinnen.

Die Gastgeberinnen

„Wir haben ein gutes Turnier gespielt“, zog Lucky Cojocar ein positives Fazit. Für den SVG-Trainer rückten dabei die Ergebnisse gegen die zwei Klassen höher spielende Konkurrenz in den Hintergrund. Im Auftaktspiel gegen Sport-Union Neckarsulm (10:31) hielt die Germania phasenweise anständig mit. Und steigerte sich gegen SV Union Halle Neustadt (12:28) dahin gehend, dass Cojocar seinem Team eine gute erste Halbzeit attestierte, ehe der SVG-Coach aus dem Spiel gegen HSG Bensheim/Auerbach (11:25) positive Erkenntnisse gewinnen konnte.

Dabei zeigte sich vor allem der Rückraum mit Maria Kiwa (9), Luisa Krüger (6) und Melina Hahn (4) als treffsicher. Und dahinter erwiesen sich die beiden Torfrauen Lea Gürbig und Paula Küllmer durch das Turnier hindurch als starker Rückhalt. Nicht zufrieden war Cojocar mit der hohen Anzahl der technischen Fehler, die ohne Bedrängnis passierten.

Im Spiel um Platz sieben gegen Zweitligist TuS Lintfort kamen die Gastgeberinnen nach Anlaufschwierigkeiten und einem 1:6-Rückstand besser ins Spiel. Vor allem dank der beiden Spielmacherinnen Luisa Krüger, Melina Hahn (5) und der starken Rückraumlinken Chantal Reimbold (5), die die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu nutzen wusste.

„Das ist eine ganz andere Härte“, bekannte Neuzugang Anne Kühlborn, die ihre ersten Spiele für den Drittligisten bestritt und ihr Potenzial mit ihren beiden Treffern andeutete. Den Schlusspunkt zum 19:27 setzte Chantal Reimbold mit ihrem fünften Treffer. Und dieses Mal war Cojocar erfreut, dass sein Team die Anzahl der technischen Fehler geringer hielt.

Cojocar wird nach einem Testspiel am Mittwoch gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Osnabrück am kommenden Wochenende fortsetzen.

Der Nachbar

Die HSG Bad Wildungen Vipers haben ihre gute Frühform nach dem jüngsten Testspiel-Sieg gegen die HSG Blomberg-Lippe und dem dritten Platz beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Melsungen aus der Vorwoche bestätigt. „Wir sind in einem Flow“, freute sich HSG-Trainerin Tessa Bremmer.

Beim Domstadt-Cup konnte sich die Mannschaft in der Vorrunde souverän gegen die Mit-Konkurrenten aus Buxtehude und Leverkusen sowie gegen Zweitligist Lintfort behaupten. Dabei gab Rückraumschützin Sabine Heusdens ihr drittes Comeback. „Und auch ihr letztes“, schmunzelt die Co-Trainerin, die sich in den Dienst ihrer ersatzgeschwächten Mannschaft stellte.

„Die Spiele haben viel Kraft gekostet“, sagte Bremmer. Zufrieden zeigte sich die Vipers-Trainerin mit der guten Abwehrleistung und dem hohen Tempo im Spiel ihres Teams. Faktoren, die entscheidend zum Endspiel-Einzug beigetragen haben.

Die Auffälligkeiten

Zu einem Familien-Duell kam es in der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen TuS Lintfort. Bettina Grenz-Klein, Trainerin der TuS traf mit ihrer Mannschaft auf ihre Tochter Naina, die bei den Werkselfen spielt. „Wir nehmen es beide mit Humor“, sagte Tochter Naina und freute sich, dass sie sich mit ihrem Bayer-Team, vor den Augen der restlichen Familie, mit 19:18 gegen die Lintforterinnen behaupten und drei Tore zum Erfolg beisteuern konnte.

Titelverteidiger Buxtehuder SV enttäuschte hingegen und musste nach Niederlagen gegen Bad Wildungen und Leverkusen im Spiel um Platz fünf antreten, welches das Team allerdings mit 26:21 gegen Halle-Neustadt gewann.

Veranstalter SV Germania Fritzlar freute sich über 130 Zuschauer am Samstag sowie 80 Zuschauer am Sonntag.

Zur besten Spielerin wurde Annika Ingenpaß (HSG Bad Wildungen) gewählt. (Kornelia Wilhelm)

Daumen hoch: Fritzlars Lena Dietrich setzt sich gegen Neckarsulms Tija Gomilar Zickero durch.
Daumen hoch: Fritzlars Lena Dietrich setzt sich gegen Neckarsulms Tija Gomilar Zickero durch. © Artur Schöneburg

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