Wehlheiden hat nach 36:36 gegen Zierenberg kaum noch Chancen auf die Landesliga

Der Aufstieg ist futsch

Abgehoben: Wehlheidens Jannik Reinbold darf völlig unbedrängt abschließen. Seine sechs Tore reichten den Wehlheidern aber dennoch nicht zum Sieg. Foto: Zgoll

Kassel. Punkteteilung im Topspiel der Handball-Bezirksoberliga: Vor heimischer Kulisse musste sich die TG Wehlheiden gegen den HSC Zierenberg mit einem 36:36 (18:18) Unentschieden zufriedengeben.

Dabei brauchten die Hausherren dringend einen Sieg, um die Gäste vom zweiten Tabellenplatz, der zur Relegation für die Landesliga berechtigt, zu verdrängen.

Für Wehlheidens Trainer Hans Schneider war klar, warum sein Team erstmals in der Saison die eigene Halle nicht als Sieger verließ. „Normalerweise sage ich nie etwas über die Schiedsrichter. Aber deren Leistung war heute ausschlaggebend und hat uns ein Jahr Arbeit kaputt gemacht“, meinte er aufgebracht.

Auch Schneiders Gegenüber Mirko Dettmer fand es unverständlich, dass in der wichtigen Partie kein Topgespann angesetzt wurde. Die Unparteiischen hatten nicht ihren besten Tag erwischt und trafen einige fragwürdige Entscheidungen. Dies allerdings auf beiden Seiten.

Brisanz und Bedeutung waren von Anfang an spürbar. Beide Seiten gingen in der Abwehr hart zur Sache. Insgesamt 15 Zeitstrafen und jeweils eine Rote Karte sprechen eine deutlich Sprache.

Im Verlauf der packenden ersten Hälfte konnte sich kein Team absetzen. Daran änderte sich auch nach dem Wechsel wenig, sodass die Angelegenheit bis in die Schlussphase hinein äußerst eng und spannend blieb. Ab der 50. Minute schienen bei den Gästen die Kräfte nachzulassen.

Mit dem 33:31 (53.) für Wehlheiden war die Entscheidung nahe. Doch während des nächsten Angriffs der Gäste verspielten die Hausherren ihre gute Ausgangslage. Unzufrieden mit einer Entscheidung des Schiedsrichtergespanns, wurden gleich zwei Wehlheider wegen Meckerns mit Zeitstrafen des Feldes verwiesen. Diese doppelte Überzahl nutzte der HSC und glich zum 34:34 (55.) aus. Bis zum Schlusspfiff konnte sich keines der beiden Teams mehr einen Vorteil erspielen und so blieb es am Ende bei einem leistungsgerechten 36:36-Unentschieden.

TG Wehlheiden: Lilienthal, Frey, Werner – Krug 14/1, Kühn 2, Cezanne 1, Reinbold 6, Giebel 2, Sandner 4/2, Hofmann 3, Gutheil 4, Jung, Lausch, Keitel.

Von Christian Triebner

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