Handball-Bezirksoberliga: Ein Derby einseitig, eines spannend

Wesertal siegt bei SHF, Reinhardswald verliert gegen Ahnatal/Calden

Frei beim Wurf: Kai Sommerlade von Ahnatal/Calden kommt hier ungehindert zum Wurf. Die Reinhardswälder David Steffens (Nr. 5) und Friedrich Brandau können nur zuschauen. Foto: Privat

Hofgeismar. Am Samstag war in der Handball-Bezirksoberliga der Tag der Derbys. Die vier heimischen Mannschaften blieben unter sich. Erwartungsgemäß einseitig war das Spiel in Hofgeismar: Der Tabellenzweite Wesertal ließ der SHG-Zweiten keine Chance. Spannung herrschte hingegen in Trendelburg, wo sich Calden/Ahnatal am Ende knapp gegen Reinhardswald durchsetzte.

Hofgeismar/Grebenstein II - Wesertal 28:39 (11:19). Eine einseitige Angelegenheit war das Duell zwischen der SHG Hofgeismar/Grebenstein II und der HSG Wesertal, das mit einem souveränen 39:28-Sieg der favorisierten Wesertaler endete.

Bereits nach der ersten Halbzeit war das Spiel praktisch zu Gunsten der Gäste gelaufen. Die SHG-Zweite hielt das Spiel nur in den ersten zehn Minuten bis zum 5:6 offen. Danach setzte sich Wesertal über 10:5 bis auf 19:11 zur Pause ab. „Uns haben wichtige Spieler aus dem Rückraum gefehlt. Unter diesen Umständen haben wir uns nach der Pause sehr achtbar geschlagen“, zeigte sich SHG-Trainer Marko Herwig mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden.

Dagegen festigte Wesertal den zweiten Platz und bleibt bei zwei Minuspunkten dem Spitzenreiter Bettenhausen auf den Fersen. „Unser Ziel ist es, entweder direkt oder über die Relegation aufzusteigen, zumal wir gute Spieler aus unserem Nachwuchs haben, die eine gute sportliche Perspektive versprechen“, formulierte HSG-Betreuer Lars Klinge ehrgeizige Ziele.

Klar überlegen: Wesertal, hier Mirko Dworog beim Wurf, dominierte das Derby gegen die SHG-Zweite . Julian Schwarz (links) und Jonas Vogt von Hofgeismar/grebenstein können den siebenfachen Torschützen nicht stoppen. Foto: Hofmeister

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit verschliefen die Wesertaler jedoch, während die Gastgeber mit vier Toren in Folge auf 15:19 verkürzten. Der Sieg der Gäste geriet aber nicht mehr in Gefahr. Sie legten schnell drei Tore zu einer 22:15-Führung nach. In der letzten Viertelstunde baute der Favorit seine Führung noch von sieben auf elf Tore aus. Dabei war einmal mehr der überragende Rückraumspieler Maximilian Simon nicht zu halten und traf sowohl aus dem Rückraum als auch von der Siebenmetermarkieren fast nach Belieben. Bei der SHG-Zweiten zeigte sich Routinier Maic Fehling mit zwölf Toren bestens aufgelegt und trug dazu bei, dass seine Mannschaft die zweite Hälfte nur mit zwei Toren verlor.

SHG II: Erdmann, S. Schröer - Erbuth (2), Mönicke, Kurth (3), Sahl (2), Ködel (1), Nebenführ (1), Lielischkies, Hüther (4), Vogt (2), Schwarz (1), Gundermann, M. Fehling (12/5).

Wesertal: T. Wellhausen, Gerland - J. Wellhausen (1), Müller, Lindner (1), M. Simon (14/5), Leibecke (2), Kaufmann (2), M. Herbold (4), T. Schräder (3), Ja. Brunst (2), Hohenstein (3), Dworog (7).

gäste nutzten überzahl

Reinhardswald - Ahnatal/Calden 28:30 (13:16). Für die HSG Reinhardswald riss die Erfolgsserie von zuletzt vier Siegen und sie musste sich dem Kreisrivalen HSG Ahnatal/Calden knapp mit 28:30 geschlagen geben.

Dagegen hält der Lauf der Gäste an, die den vierten Sieg in Folge feierten und das dritte Spiel in Folge gegen die Reinhardswälder gewannen. In einem ausgeglichenen Spiel konnten sich die Gastgeber nach dem 4:4 auf 8:5 absetzen. Die Abwehr stand gut und vorne wurden einfache Tore erzielt. Durch einige Zeitstrafen in den letzten zehn Minuten drehte sich das Spiel zu Gunsten der Gäste, die ihre Überzahl zu nutzen wussten und mit einer 16:13-Führung in die Pause gingen.

Mit einer kurzen Deckung gegen Gästespielmacher Daniel Pächer startete Reinhardswald gut in die zweite Hälfte und glich durch Marko Niemeier vom Kreis aus. Danach gerieten die Gastgeber aber durch einige Treffer von Außen mit 19:22 ins Hintertreffen. Fehlpässe und ungenaue Würfe ließen die Gäste gar bis auf 20:26 davonziehen. Reinhardswald zeigte aber Moral.

Nach einer Zweiminutenstrafe gegen die Gäste konnten Nico Reuse, Fabian Albrecht per Siebenmeter, David Steffens und Henning Albrecht vier Minuten vor Schluss auf 24:26 verkürzen, ehe Maik Sostmann das vorentscheidende 24:27 gelang.

Reinhardswald: Kaufmann, Dippel - Brandau, Dettmar, Steffens (6), Niemeier (1), H. Albrecht (3), Mar. Simon (1), Man. Simon (4), F. Albrecht (9/5), Vetterlein, Reuse (3), Heib.

Ahnatal/Calden: Krümmel, Schmidt - Most (2), Schuldes (2), K. Sommerlade (2), Pächer (7), Bier, Brücker (2), Sonntag (5), Stiegel (5/1), Beck, Pilz (2), Sostmann (3). (zmw)

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