Handball: Zierenbergs Betreuer Rehrmann spricht von einem verdienten Sieg des VfB

"Ergebnis geht in Ordnung"

Stark durchgesetzt: Marcel Kunz auf dem Weg zu einem seiner vier Tore für Zierenberg. Foto:  Sommerlade

ZIERENBERG. Das war deutlich. Mit 20:36 (10:19) musste sich Handball-Bezirksoberligist HSC Zierenberg vor heimischer Kulisse gegen den souveränen Spitzenreiter VfB Bettenhausen geschlagen geben. So offensichtlich wie das Ergebnis war auch die Überlegenheit der Gäste, die zu jeder Phase das Spielgeschehen bestimmten und den Hausherren die Grenzen aufzeigten. Von Beginn an agierten die Gastgeber nervös und lagen rasch mit 1:7 hinten. Auch in den Folgeminuten gelang es dem HSC trotz größter Anstrengung nicht, dem stark besetzten Gästerückraum mit Faruk Tataraga, Goran Sutan und Sascha Sellemann Paroli zu bieten. Und auch im Angriff tat sich das Zierenberger Team schwer. Allzu oft landeten die Würfe in der gegnerischen Abwehr und wurden postwendend per Tempogegenstoß in Treffer für die Gäste umgewandelt.

„Wir haben heute gegen einen Landesligisten gespielt.“

Bernd Rehrmann

So zog der VfB über 12:6 und 17:7 zur vorentscheidenden Neun-Tore-Führung bis zum Pausenpfiff davon. Ob für den deutlichen Spielstand tatsächlich eine gewisse Angst der Gastgeber vor dem Gegner verantwortlich war, wie einige HSC-Fans in der Halbzeitpause vermuteten? Betreuer Bernd Rehrmann widerspricht energisch: „Nein, mein Team hatte keine Angst. Wir kennen das Team und haben ihnen ja auch in der vergangenen Saison beim 26:26 sogar einen Punkt abgerungen.“

Ursächlich für die jüngste Niederlage seien zum einen die zahlreich vergebenen Torchancen und zum anderen die Tatsache, dass sich der Gegner nochmals verstärkt habe. „Wir haben heute gegen einen Landesligisten gespielt“, betont Rehrmann. Dies zeigte sich auch im zweiten Durchgang, in der die verlustpunktfreien Gäste keinen Zweifel daran ließen, ihre weiße Weste weiterhin verteidigen zu wollen. Die Gastgeber ergaben sich indes nicht in ihr Schicksal, sondern bewiesen bis zum Schlusspfiff Kampfgeist und erwiesen sich letztendlich auch als faire Verlierer. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, resümierte Rehrmann. „Der Sieg der Gäste ist verdient.“

Zufrieden mit der Leistung seines Teams zeigte sich VfB-Coach Pascal Zügler. „Das Ergebnis ist eindeutig und sagt alles“, so sein knappes Resümee. Lobende Worte fand er für sein komplettes Team. „Es sind alle zum Einsatz gekommen und fast jeder konnte sich in der Torschützenliste eintragen. Schade ist allerdings, dass es am Ende doch relativ ruppig zuging.“

HSC: Rudolph, Zimmermann (Tor), Schindehütte 3, Richter 1, Barthel, Weber, Schnitzer 7, M. Kunz 4, Stiegenroth, Foschum, Spangenberg 2/1, D. Kunz 2, Pfeiffer 1.

VfB: Herzfeld, Botthof, Frey (Tor), Hofmeister 2, Schmidt 6, Tataraga 2, Sellemann 10, Suton 5/4, Vuleta 1, Koch 1, Gladis, Schlosser 5, Paar 2, Gribner 2.

Schiedsrichter: Höhn (HSG Wesertal) / Pfannkuche (TSV Langenthal)

Von Martina Sommerlade

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