Bezirksoberliga: Fuldatal/Wolfsanger bejubelt 28:27-Erfolg gegen Wehlheiden

Fast wie die Europameister

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Freie Bahn: Tim Rösler von der HSG Fuldatal Wolfsanger (beim Wurf) war von den Wehlheidern Hendrik Lausch (Mitte) und Marius Krug nicht aufzuhalten.

Kassel. Hinter den Freudentänzen, welche die deutsche Nationalmannschaft nach dem Gewinn der Europameisterschaft aufs Parkett legte, blieben jene der Handballer der HSG Fuldatal/Wolfsanger nicht zurück. Unbändig bejubelten diese vor 300 Zuschauern ihren 28:27 (16:17)-Heimerfolg über den bisherigen Bezirksoberliga-Spitzenreiter TG Wehlheiden und stehen nun selbst auf Platz eins.

60 Minuten lang lieferten sich beide bis in die Haarspitzen motivierten Mannschaften eine intensive, aufreibende Partie, die bis in die letzten Sekunden auf Messers Schneide stand. Einzig die TGW zog vor dem Wechsel beim 8:6 einmal mit zwei Toren weg (13.). Selbiges gelang ihr mit dem 18:16 unmittelbar nach der Pause abermals. Danach hatte Fuldatal/Wolfsanger außer beim 23:23 (51.) meist knapp die Nase vorn. Eine erste kleine Vorentscheidung für die Spielgemeinschaft schuf Tim Rösler mit einem Siebenmeter zum 27:24 (56.).

Immer mehr entnervte nun René Hüsken im Tor der Gastgeber mit seinen Paraden die Wehlheider Angreifer. Trotzdem kamen die Gäste auf 26:27 heran, ehe Paul Helbing für die HSG zum 28:26 traf. 48 Sekunden vor Schluss krönte Hüsken seine Leistung, als er einen Siebenmeter von Kevin Trogisch parierte. Das war’s, auch wenn die Gäste noch auf ein Tor herankamen.

„Normale gute Leistungen bringt er immer. Heute habe ich Unnormales von ihm gefordert“, erläuterte Hazim Prezic, Trainer der HSG, Hüskens Vorstellung. Und auch er selbst hatte sich ungewöhnlicher Mittel bedient: „Sonst bin ich zur Pause sehr laut. Heute bin ich ganz ruhig geblieben. Die Jungs haben das meiste unter sich geregelt, dann habe ich nur noch ein paar Worte dazu gesagt.“ Was ihn zudem beruhigte: „Wehlheiden war bis dahin am Optimum, wir noch nicht.“

Jenem Optimum kam sein in der zweiten Hälfte offensiver verteidigendes Team nahe, während die Gäste von ihrer Linie abkamen. „Die Niederlage ist hausgemacht, weil wir unsere Abläufe nicht mehr hinbekamen. Wir haben anfangs gut abgeschlossen, dann aber den Hüsken warm geworfen und einen Katastrophenangriff gespielt“, urteilte Wehlheidens Trainer Hans Schneider.

Fuldatal/Wolfsanger: Hüsken, Krug (22.-30.) - Arend 1, Astapov, Rösler 9/2, Fynn Welch 3, Scholz 1, Heckmann 6/3, Till Welch 2, Gerner-Beuerle, Helbing 4, Langmann 1, Fischer 1

Wehlheiden: Lilienthal, Werner (ab 45.) - Krug 3, Mock, Cezanne 1, Deis, Kohberger 2, Trogisch 8/2, Jung, Sandner 6, Lausch 1, Reinbold 4, Ringleb 2, Kühn

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