„Ab 40. Minute wird‘s spannend“

Freut sich auf das Derby: Thomas Dittrich rechnet sich gegen Ahnatal/Calden etwas aus. Foto:  zms

Zierenberg. Seit vier Wochen ist der Caldener Thomas Dittrich Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSC Zierenberg. Am Sonntag, 17.30 Uhr, trifft der 54-Jährige nach Siegen über Waldau und Bad Wildungen/Friedrichstein auf die Spielgemeinschaft Ahnatal/Calden. Im HNA-Interview äußert sich Dittrich, der zuvor auch schon als Coach bei der HSG auf der Bank saß, zum Gegner und den Chancen auf den dritten Sieg in Folge.

Herr Dittrich, freuen Sie sich auf das Nachbarschaftsduell?

Dittrich: Na klar. Aber nicht nur ich. Für meine Spieler wird es sicher ein Höhepunkt vor vielen Zuschauern zu spielen. Ich rechne mit weit über 150 Besuchern. Ich hoffe, es wird ein interessantes und vor allem faires Spiel.

Wie sehen Sie Ihre besondere Rolle vor dem Hintergrund, dass Sie auch die Caldener Mannschaft trainiert haben und dort noch immer Vereinsmitglied sind?

Dittrich: Das ist schon eine emotionale Geschichte. Allerdings blende ich für 60 Minuten freundschaftliche Gefühle aus und konzentriere mich auf den sportlichen Aspekt.

Und wie sieht es bei Ihrer Mannschaft aus? Müssen Sie Zierenberg besonders motivieren?

Dittrich: Nein. Meine Spieler sind heiß auf den Nachbarn. Umgekehrt ist es ähnlich. Die Caldener wollen mir unbedingt zeigen, wo der Hammer hängt. Beide Mannschaften werden sich mächtig ins Zeug legen und ein oder zwei Schippen draufpacken. Die Einsatzbereitschaft beider Seiten wird sehr hoch sein.

Haben Sie einen Plan, wie der HSC die zwei Punkte für sich verbuchen könnte?

Dittrich: Ja, klar. Ich wäre ja ein schlechter Trainer, wenn ich keinen hätte.

Und wie sieht das Konzept aus?

Dittrich: Ich weiß, was auf uns zukommt. Ich kenne den Gegner besser als mein eigenes Team. Wir müssen Calden von Beginn an beschäftigen.

Reicht das allein?

Dittrich: Natürlich nicht. Wir müssen die Achse Daniel Pächer/Kai Sommerlade in den Griff bekommen.

Wird es für einen Spieler eine Sonderbewachung geben?

Dittrich: Ich denke nicht. Unsere 6:0-Abwehr steht sicher und hat sich bewährt. Immerhin stellen wir die drittbeste Abwehr der Liga. Das ist eine gute Voraussetzung. Der Gegner kann sich zudem auf einige überraschende Aktionen meiner Mannschaft gefasst machen. Mehr verrate ich dazu nicht.

Wenn Sie eine Prognose abgeben müssten: Wie sieht der Spielverlauf aus?

Dittrich: Calden stellt die bessere erste Sieben. Daher könnte es sein, dass wir zur Pause mit drei oder vier Toren hinten liegen. Ab der 40. Minute aber wird es richtig spannend. Spätestens dann macht sich unser breiter Kader bezahlt. Der Ausgleich wird zu diesem Zeitpunkt hergestellt sein. Im besten Fall entscheiden wir das Derby in der Schlussphase für uns. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu.

Von Joachim Hofmeister

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.