Handballer gewinnen erstes Relegationsspiel

Relegation: Wesertal siegt in Bad Hersfeld

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Landeck/Haunecks Christian Manske (links) wird von Wesertals Melvin Herbold am Wurf gehindert.   

Die HSG Landeck/Hauneck hat das erste Spiel der Relegation zur Handball-Landesliga verloren. Gegen den Favoriten HSG Wesertal unterlag der Tabellenzweite der Bezirksoberliga Melsungen allerdings nur knapp mit 26:29 (12:9).

Die Partie war kurzfristig nach Bad Hersfeld in die Waldhessenhalle auf den Obersberg verlegt worden, weil die Schenklengsfelder Großsporthalle gesperrt war. Hier bauten Modelleisenbahner ihre Gleise auf.

Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Mehr als 400 Zuschauer – darunter 150 aus Wesertal, die mit zwei Bussen angereist waren – feuerten beide Teams an. Nicht nur auf den Rängen gaben die Gäste mit ihren Trommlern den Ton an. Sondern auch auf dem Feld, hier aber erst in der zweiten Hälfte. Denn die ersten 40 Minuten gingen klar an die Gastgeber. Verwundert rieb sich der Anhang der Landecker die Augen – ihre Mannschaft, die als krasser Außenseiter galt, bestimmte das Spiel. Es dauerte vier Minuten, ehe Christian Manske mit dem 1:0 den Torreigen eröffnete. Bis dahin hatte Sascha Kepert schon drei Glanzparaden gegen Melvin Herbold und zweimal gegen Tjorben Herbold gezeigt, bei der dritten Parade bei einem Gegenstoß ballte der Keeper die Siegerfaust. Zu voreilig, wie sich später herausstellen sollte.

Seine Mannschaft spielte zunächst wie aus einem Guss, führte 3:1 und 4:2. Vor allem die Abwehr stand sicher. Und ließ den gegnerischen Rückraum kaum zur Entfaltung kommen. Selbst als Wesertal aufkam und beim 5:4, 6:4 und 7:5 zwischenzeitlich das Heft in die Hand nahm, beeindruckte dies die Gastgeber nur wenig. Sie holten ihrerseits wieder auf – und gingen nach einer Auszeit sogar mit drei Toren in Führung. „Wir hatten in der ersten Hälfte die richtige Teamleistung“, stellte Markus Lotz, der Verantwortliche der HSG auf der Bank, im Nachhinein fest.

Beste Spieler waren neben Christian Manske – er wurde von der gegnerischen Deckung besonders attackiert – auch Marc von Manger, der mit acht Treffern der beste Landecker Torschütze war. Sechsmal traf er vom Punkt aus.

Der Vorsprung hatte zunächst auch in Hälfte zwei noch Bestand. Als die Gastgeber sogar mit vier Toren (14:10, 15:11) führten, schienen Wesertal die Felle wegzuschwimmen.

Das Blatt wendete sich auch zwei Gründen. Zunächst steigerte Gästekeeper Tobias Wellhausen sich mächtig, zum anderen gerieten die Gastgeber in zweifache Unterzahl. Benni Apel und Matthias Lotz mussten mit Zeitstrafen auf die Bank. Nach dem Ausgleich durch Maximilian Simon und einem Hattrick von Linus Freybott lagen die Gäste in Front. Diesmal gaben sie den Vorsprung nicht mehr her.

HSG Landeck/Hauneck: Kepert/Fischer - Abad (3), Manske (6), Lotz (3), Baumann, Steinhauer (2), Gress, Apel (1), Spahic (1), Birkel (2), Ehlert, von Manger (8/6)

HSG Wesertal: T. Wellhausen/ Gerland, Me. Herbold (1), Ma. Herbold, T. Herbold, Simon (5), Kaufmann (1), Schräder (2), Ja. Brunst (1), Ju. Brunst (3), Ja. Wellhausen (1), Hohenstein (6), Freybott (6), Dworog (3),

SR: Hoffelner/Siedel. Z: 400 Zeitstrafen: 18 - 20 Min. Rote Karte: Apel (59./3. Zeitstrafe

Von Hartmut Wenzel

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