TSV-Abwehr rührt Beton an

Bezirksoberliga-Spitzenspiel: MSG-Offensive scheitert an Defensive der Hochländer

Wer fliegt denn da? Ostheims Jan-Uwe Berz (l.), der in dieser Szene Dennis Schlüter (MSG Körle/Guxhagen) stehen lässt und einer seiner zwei Treffer zum 25:20-Erfolg erzielt. Foto: Kasiewicz

Ostheim. Es ist eine viel zitierte Handball-Weisheit: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften. 

Wenn dem so ist, wird den Handballern des TSV Ost-Mosheim nach dem 25:20 (13:9)-Erfolg im Spitzenspiel gegen die MSG Körle/Guxhagen vor 500 Zuschauern der Titel in der Bezirksoberliga nur noch schwer zu nehmen sein.

„Unser Ziel war es, in der Abwehr Beton anzurühren“, erklärte TSV-Coach Mario Lubadel. Was seiner Sieben eindrucksvoll gelang. Zehn Minuten vor dem Ende hatte Körle, das im Schnitt 37 Treffer pro Partie erzielt, gerade einmal 14 mal getroffen. Uwe Findeisens siebter Treffer zum 21:14 (50.) für den TSV markierte die Entscheidung. Nur der nachlassenden Konzentration in den Schlussminuten war es geschuldet, dass den Gästen durch Christian Siebert noch Ergebniskosmetik gelang. „Unser Rückraum hat versagt. Ost-Mosheim hat verdient gewonnen“, gestand MSG-Trainer Olaf Zimmermann.

Remus sorgt für Entscheidung

Lediglich in den Anfangsminuten wusste die MSG Gäste zu überzeugen. Angeführt von Torjäger Jannis Kothe führte Körle schnell mit 3:0 (4.) und 4:2 (8.), bevor die Hochländer besser in die Partie fanden und beim 8:7 durch Jan-Uwe Berz erstmals die Führung übernahmen (19.). „Es war wichtig, dass wir die Ruhe behalten haben und nicht in Hektik verfallen sind“, erklärte TSV-Trainer Lubadel die Wende.

Dem MSG-Rückraum um Spielmacher Niklas Griesel fiel im Positionsangriff gegen die 6:0-Defensive der Hochländer mit Routinier Findeisen und Mark Imberger im Mittelblock nun nicht mehr viel ein. Während Kothe das Tor aus der Distanz mehrfach verfehlte oder am starken TSV-Torwaert Malte Nelling scheiterte, blieb Siebert im linken Rückraum völlig blass. Dabei kompensierten die Hochländer auch den frühen Ausfall von Abwehrspezialist Sebastian Wicke (12., Platzwunde).

Nachdem Tobias Ludwig vom Kreis auf 10:13 (33.) verkürzt hatte, bauten Berz, Yannic Neurath und Amine Remus die TSV-Führung auf 16:10 (33.) aus. Bis zum 14:18 (45.) durch Christian Kördel blieb die Partie offen. Dann beseitigten Remus mit einem sehenswerten Abknickwurf und ein Doppelschlag von Findeisen die letzten Zweifel am klaren TSV-Sieg. Ost-Mosheim: Nelling (1.-60., 20 Paraden/18 Gegentore), Lubadel (bei zwei Siebenmetern 0/2) - Wicke 1/1, Stöcker, Remus 4, Hagemann, Schröder, Berz 2, Neurath 1, Koot 3, Findeisen 7/3, Imberger 4, Latza 1, Lalek 2. Körle: Lengemann (1.-27.,29.-47.,56.-60., 7/21), Zülch (27.-29., 47.-56., 1/4) - Soares, Ludwig 1, Siebert 5, Schlüter 1, Imke, Kördel 6/6, Julian Lanatowitz, Ploch 2, Janik Lanatowitz, Kothe 4, Griesel 1, Schröder. Siebenmeter: 4/6:6/6. Zeitstrafen: 12:12 Minuten. Rot: Kothe (48., grobes Foulspiel). SR: Hunstock/Kalwinsky (Röhrda) - Z. 500.

Von Marcel Glaser

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