20:22 – Am Ende fehlte die Kraft

Reinhardswald verliert Topspiel der Bezirksoberliga gegen Heiligenerode

Stabile Abwehr: Heiligenrodes Defensive stand gut, so dass Sarah-Isabell Löber und ihre Reinhardswälder Mitspielerinnen lange Suchen mussten, bis sie eine Lücke fanden. 
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Stabile Abwehr: Heiligenrodes Defensive stand gut, so dass Sarah-Isabell Löber und ihre Reinhardswälder Mitspielerinnen lange Suchen mussten, bis sie eine Lücke fanden. 

Hofgeismar. Für die heimischen Frauenhandball-Bezirksoberligisten war es ein punktloses Wochenende.

Die HSG Reinhardswald verlor das Spitzenspiel gegen den TSV Heiligenrode knapp mit 20:22. Auf verlorenem Posten standen die HSG Wesertal II beim Zweiten TSG Dittershausen und die SHG Hofgeismar/Grebenstein gegen den SVH Kassel.

Hofgeismar/Grebenstein - SVH Kassel 9:27 (4:15). Das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Werner Jänicke endete für die SHG Hofgeismar/Grebenstein gegen den SVH Kassel mit einer mehr als deutlichen 9:27-Niederlage. Steffi Rietschel und Meike Fehling übernahmen als Spielertrainerinnen die Verantwortung. Mit Dajana Franz kehrte eine weitere Spielerin zurück, die die fehlenden Torhüterinnen Michelle Mander und Sandra Stollfuß vertrat. Gegenüber der knappen Hinspielniederlage verlief das Rückspiel ausgesprochen einseitig. Erst nach fünf Minuten fiel das erste SHG-Tor zum 1:4. Bei den Harleshäuserinnen wirkte die im Hinspiel noch fehlende Eva-Maria Vollmer mit, die mit insgesamt acht Treffern von der SHG-Deckung nicht in den Griff zu bekommen war. So war das Spiel schon zur Pause entschieden. Für die trotz des aussichtslosen Spielstandes nie aufsteckenden Gastgeberinnen gab es in der zweiten Hälfte eine spielerische Steigerung, wobei die Gäste ihren Vorsprung weiter bis zum Endstand von 9:27 ausbauten.

SHG: Franz - Gerland, Klemme, Rehrmann (1), Eckhardt, Gundlach, Rühl (2), Schönhals, Sohn (1), Göttlicher, Fehling (2), Jäger, Enders (2), Hübner (1).

Reinhardswald - Heiligenrode 20:22 (13:13). Die HSG Reinhardswald hat das Spitzenspiel gegen Tabellenführer TSV Heiligenrode, der einen großen Schritt in Richtung Wiederaufstieg machte, knapp mit 20:22 verloren. Es war zugleich die erste Heimniederlage der HSG. Trotz der Niederlage zeigte sich HSG-Trainer Jörn Fülling, der auf sechs Feldspielerinnen verzichten musste, mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Es war ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hat. Heiligenrode hatte uns gegenüber den Vorteil einer vollen Bank.“ Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen mit 4:1 in Führung. Chris Seitz und zweimal Anne Krause schafften danach den 4:4 Ausgleich. In diesem Duell zweier gleichwertiger Mannschaften ging Reinhardswald durch schnelles Umschalten erstmals mit 8:7 in Führung und konnte danach zum 9:7 nachlegen. Nach dem 10:8 war es bis zur Pause ein Spiel mit wechselnden Führungen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte führte die HSG dank der Paraden von Torhüterin Nadine Seifert mit 14:13 und 15:14. Auf der Gegenseite scheiterten aber auch Reinhardswalds Angreiferinnen wiederholt an der ebenso starken TSV-Torhüterin Alexandra Dammer. Ab der 39. Minute gingen die Gäste wieder in Führung und die Gastgeberinnen glichen bis zur 50. Minute immer wieder aus. In den letzten zehn Minuten machte sich bei der HSG bei nur zwei Wechselspielerinnen ein Kräfteverschleiß bemerkbar. So konnte sich der TSV entscheidend auf 22:19 absetzen.

Reinhardswald: Seifert, Alberding - Krause (7), Grohmann, Kompa (3/1), Löber (4), Paparella (1), Dippel, Seitz (4), Heuer (1).

Dittershausen - Wesertal II 37:17 (17:11). Nichts zu holen gab es für die HSG Wesertal II beim Zweiten TSG Dittershausen. Angesichts von lediglich sieben Feldspielerinnen ging es von vorne herein nur um Schadensbegrenzung. Das gelang in der ersten Hälfte, als nach einem 1:5-Rückstand Lina Jakob, Joleyn Martin und Annika Seitz auf 5:7 verkürzten. Danach folgten aber sieben Minuten ohne eigenes Tor und Dittershausen zog auf 12:5 davon. Immerhin konnte die HSG bis zu Pause noch auf sechs Tore verkürzen. Als sich Alea Gorny zu Beginn der zweiten Halbzeit noch verletzte, musste die Mannschaft durchspielen. Gegen die aggressive TSG-Deckung fehlte nun häufig die Kraft, sich durchzusetzen. So konnten die Gastgeberinnen einen Tempogegenstoß nach dem anderen laufen und bis zum 37:17 davonziehen.

Wesertal II: Aßhauer - Seitz (3), Jakob (4), P. Schilke (1), Przyludzki (2), Martin (6), Gorny, J. Kranz (1). (zmw)

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