Bezirksoberliga: Dramatik pur beim Spitzenspiel vor 300 Zuschauern zwischen Ost-Mosheim und Wanfried

25:25 - Otto und Remus ganz stark

Auf dem Weg zum Tor: Ost-Mosheims Philip Bachmann kann hier abschließen. Wanfrieds Abwehrchef Thomas Seiler (links) kommt zu spät. Am Ende trennten sich beiden Topteams der Bezirksoberliga 25:25. Foto: Kasiewicz

Ostheim. Das Spitzenspiel der Handball-Bezirksoberliga fand keinen Sieger. Mit 25:25 (8:12) trennten sich der TSV Ost-Mosheim und der VfL Wanfried nach einer turbulenten Schlussphase vor 300 Zuschauern in der Ostheimer Hochlandhalle.

Dabei sah nach 50 Minuten alles nach einem klaren Sieg der favorisierten Wanfrieder aus. Der Ex-Gensunger Stefan Schröder hatte die Gäste per Siebenmeter mit 23:17 in Führung geworfen. Der Auftakt zu einer umkämpften Schlussphase. Erst traf Nico Bachmann von Linksaußen, dann sah TSV-Rechtsaußen Daniel Kinnback nach einem Ellenbogenschlag gegen VfL-Abwehrchef Thomas Seiler die Rote Karte.

Angetrieben von Jan-Hendrik Otto und Amine Remus gaben die Hochländer jedoch nicht auf und hatten beim 22:23 (58.) den Anschluss geschafft. Nur Sekunden später parierte TSV-Torhüter Dennis Wittig einen Wurf von Schröder. Sofort schickte der Schlussmann Janik Hagemann zum Gegenstoß, doch der Rechtsaußen wurde vom heraus eilenden VfL-Torhüter Cornel Medrea unfair gestoppt. Der bis dato überragende Rumäne sah folgerichtig die Rote Karte und zog sich bei der Aktion zudem eine schwere Schulterverletzung zu. Hagemann hingegen konnte weitermachen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Otto sicher zum 23:23.

Die Gäste waren sichtlich geschockt. Remus traf in der Schlussminute zum 25:24, doch Sekunden vor dem Ende sorgte Wanfrieds Milos Milosaljevic mit einer Einzelleistung noch für den Ausgleich. Ein letzter Wurf von Hagemann verfehlte das VfL-Tor knapp.

„Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben Wanfried alles abverlangt. Entscheidend war, dass wir den Glauben an uns nicht verloren haben und immer weiter gekämpft haben“, erklärte TSV-Trainer Mario Lubadel.

Wanfried hatte die Partie zunächst auch dank Medrea im Tor (insgesamt 18 Paraden) und durch Spielmacher Schröder (10/4-Tore) diktiert und war über 5:2 (11.), 10:6 (26.), 16:12 (38.) und 21:17 die bessere Mannschaft. Entsprechend enttäuscht war VfL-Trainer Heiko Illian nach dem ersten Punktverlust: „Wir waren 50 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Am Ende haben wir Glück, dass wir hier überhaupt noch einen Punkt mitnehmen.“ • TSV: Lubadel (1.-48., 10 Paraden/21 Gegentore), Wittig (7/4) - Harbusch, Lalek, Kinnback 4, Remus 5, Hagemann, Schröder, Neurath, N. Bachmann 3, P. Bachmann 2, Helferich 1, Kriegisch, Otto 10/6.

Von Marcel Glaser

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