Handball-Bezirksoberliga: TGR II überfährt die SG Schenklengsfeld mit 36:21 (16:10)

Die Chancen diesmal genutzt

Zu spät dran: Hier kann sich Rotenburgs Fabian Schmitt locker gegen zwei Schenklengsfelder durchsetzen. Foto: Walger

Rotenburg. Überraschend deutlich mit 36:21 (16:10) setzten sich die gastgebenden Bezirksoberliga-Handballer der TG Rotenburg II gegen ihren Tabellennachbarn SG Schenklengsfeld durch. Die TGR II ging frisch und motiviert ans Werk und mit 4:1 (6.) in Führung. Mit ihrer aggressiven Abwehr und ihrem starken Torhüter Jan Schuster ließen sie den Gegner nicht zur Entfaltung kommen.

So munter ging es aus Rotenburger Sicht bis zum 10:2 (18.) weiter. Dann nahm das Trainer- und Geschwisterduo Kepert/Lindemann eine Auszeit. Die half den Gästen. dann auch. Schlagartig wirkten sie beweglicher und aggressiver. Sie verkürzten auf 13:8 (25.) und gingen schließlich mit einem Sechs-Tore-Rückstand in die Pause. Danach blieb die SG präsent und arbeitete sich auf 17:14 (36.) heran. Das Spiel stand auf der Kippe. Das blieb den Rotenburgern nicht verborgen. Sie reagierten und drehten auf wie zu Beginn der Partie. Über 20:15 (40.) zogen sie auf 23:15 (44.) davon - das Derby war entschieden.

Entnervter Spielertrainer

Der völlig entnervte SGS-Spielertrainer und Keeper Sascha Kepert hielt mit seinem Frust später nicht hinterm Berg, sprach von der schlechtesten Saisonvorstellung, von „Standhandball“ und kritisierte: „Das war eine desolate Mannschaftsleistung. Da war kein Wille und keine Einstellung zu erkennen. Meist haben wir gespielt wie ein Hühnerhaufen.“

Die kurzen guten Phasen reichten nicht, um die TGR nachhaltig in Gefahr zu bringen. „Wenn wir mal in die Bewegung kamen, konnten wir viele Tore erzielen, aber das war viel zu selten der Fall“, ärgerte sich Kepert.

TGR-Trainer Frank Hofmann war dagegen sehr zufrieden: „Unsere Abwehr mit dem vorgezogenen Daniel Troch hat überragend gedeckt. So kamen wir immer wieder zu leichten Ballgewinnen.“ Seiner Meinung nach hatte sein Team - zumindest in der Abwehr - in den vergangenen Wochen nicht schwächer gespielt als am Samstag. Der entscheidende Unterschied für Hofmann: „Wir haben unsere Bälle im Angriff verdammt geil herausgespielt und unsere Chancen dann konsequent genutzt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Sprühender Spielwitz

Die Rotenburger ließen im Positionsangriff ihrem Spielwitz tatsächlich freien Lauf. Immer wieder kreuzten sie und rissen große Lücken in die SG-Abwehr. Über 26:18, 31:19 ging es weiter bis zum verdienten 36:21-Erfolg.

TG Rotenburg: Schuster, Schmidt - Harbusch (2), Schmitt (4), Köhler (2), Ebenhoch (10/2), Sangmeister (7), J. Troch (6), Möller (1), D. Troch (4)

SG Schenklengsfeld: Kepert, Oetzel (ab 51.) - Fischer, Manske (8), Baumann (2), J.-M. Sandrock (1), Wehy, J. Sandrock (3), Konjevic, Apel, Fäcke (3), Böhler (2), von Manger (2), Kochmann

Von Tomas Pankiewicz

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