Handball-Bezirksoberliga: Landeck/Hauneck schlägt die HSG Werra WHO hauchdünn mit 31:30

Ein Derby voller Emotionen

Hiergeblieben: Der Landecker Benjamin Apel (links) versucht, Sebastian Böhler zu stoppen. Foto: Eyert

SCHENKLENGSFELD. Was hat die HSG Landeck/Hauneck mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft gemein? Nun, beide gewannen am Sonntag ihre prestigeträchtigen Spiele. Während der Gastgeber in der Handball-Bezirksoberliga mit 31:30 (19:15) gegen die HSG WHO 09 Werra die Oberhand behielt, entzauberten unsere „Bad boys“ Spanien mit 24:17 und wurden sensationell Europameister. Hut ab!

400 Zuschauer

Den 400 Zuschauern in der rappelvollen Schenklengsfelder Sporthalle wollten beide Teams das Warten auf das abendliche Spektakel so kurzweilig wie möglich gestalten –und es gelang. Den letztlich knappen Sieg im hoch emotionalen Derby verdienten sich die Gastgeber durch eine starke erste Hälfte. Die HSG Werra WHO hätte durch eine klare Steigerung nach der Pause die Partie fast noch gekippt.

Birkel jetzt Opa

Vom frisch gebackenen Großvater Gerald Birkel taktisch gut eingestellt, diktierten die Gastgeber nach ausgeglichenem Beginn ab dem 7:7 das Geschehen. Von Achim Birkel und Felix Abad - neben Christian Manske Top-Shooter bei den Landeckern - angeführt, zog man mit ruhigem und konzentriertem Angriffsspiel über 18:12 bis zum 19:15 zur Halbzeit davon. Dazu gesellte sich eine homogene Abwehrleistung, die von den pomadig und ohne Druck aus dem Rückraum agierenden Gästen vor keine allzu großen Probleme gestellt wurde.

„Wir haben das Spiel zu Beginn verloren. Da fehlten die Körpersprache, der Wille, und auch unsere Spielzüge gelangen kaum“, brachte Achim Schneider, der den urlaubenden Jörg Fischer bei der WHO vertrat, das Geschehen auf den Punkt. Enttäuscht sei er aber nicht, denn man habe die zweite Hälfte klar dominiert.

In der Tat präsentierte sich nach dem Wechsel eine andere Gästemannschaft. „Da kamen wir trotz der klaren Führung noch einmal mächtig ins Schlingern, da wir vorne nicht mehr so konsequent abgeschlossen und in der Abwehr fahrlässiger agiert haben“, atmete Gerald Birkel nach der Schlusssirene tief durch. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass der knappe Sieg dennoch in Ordnung ging.

Doch bis zum Erfolg musste noch mächtig gezittert werden. Neben Simon Streckhardt, mit 14 Toren überragender Schütze auf dem Feld, sorgten Sebastian Böhler und Florian Strümpf für eine hoch spannende Schlussphase, zu der auch die indiskutable Leistung der Unparteiischen beitrug. Mit einer Flut von Zeitstrafen und Siebenmetern zogen sie sich nicht nur den Unmut von Spielern und Fans zu, sondern machten ein an sich faires Derby unnötig hektisch.

Beide Teams wollten Sieg

28:28 stand es kurz vor dem Ende, jedes Team wollte den Sieg. Der eingewechselte Lukas Nuhn im Tor sowie Birkel und Manske zurrten am Ende den Sieg der HSG fest. (red)

HSG Landeck/Hauneck: Kepert, C. Fischer, Nuhn- Abad (9/5), M. Fischer, Manske (7), Baumann, Steinhauer, Sandrock (3), Apel (1), Birkel (3), Rüger (4), Klein (1), v. Manger (3/2)

HSG Werra WHO: Ißleib, Ötzel - Hopf, Krause (3), Malsch (3), Wolf (1), Strümpf (3), Schramm (1), Chyba (3), Zuric, Heer, Streckhardt (14/7), Böhler (2)

SR: Hunstock/Kalwinsky (Röhrda)

Zuschauer: 400

Siebenmeter: 6/6 - 8/7

Zeitstrafen: 18:18 Minuten

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