Analyse: Bezirksoberligist Ost-Mosheim trifft auf hochkarätig verstärkte Wanfrieder

VfL-Coach Illian: „Die Hütte wird brennen“

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Nicht zu halten: Neuzugang Paul Nemenco (am Ball) im rechten Rückraum zählt zu den Leistungsträgern im Team von VfL-Trainer Heiko Illian.

Ost/Mosheim. Mehr Topspiel geht nicht in der Handball-Bezirksoberliga der Männer. Der TSV Ost-Mosheim empfängt den VfL Wanfried (Sa. 19.30 Uhr, Hochlandhalle Ostheim).

Beide Kontrahenten sind noch ungeschlagen, die Werrataler gehen dank des besseren Torverhältnisses als Tabellenführer (VfL: +161, OMO +125) in die Partie. Aber ausgeglichen scheint die Partie nur auf dem Papier.

Das Personal

Heiko

Acht Spieler haben den VfL vor der Saison verlassen. Dafür hat sich das Team hochkarätig verstärkt. „Wir wollen in Wanfried etwas aufbauen“, sagt VfL-Trainer Heiko Illian. So kehrte der gebürtige Wanfrieder Florian Bley vom Drittligisten HSC Bad Neustadt zurück. Aus Rumänien kamen der Halbrechte Paul Nemenco sowie Torhüter Cornel Medrea (spielte vergangene Saison noch im Europapokal). Für den Kreis wurde Zsolt Hetzmann aus der ersten ungarischen Liga verpflichtet. Er teilt sich die Position mit Milos Milosavljevic. Zudem rückte Eigengewächs Bojan Manoljovic in den Kader auf. Die Fäden im Rückraum zieht der Ex-Gensunger Stefan Schröder. „Wir sind wesentlich stabiler, als noch zu Beginn der Saison“, sagt Illian. Offen ist der Einsatz von Abwehrchef Toni Seiler.

Illian

„Diesen überragenden Einzelspielern können wir nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung begegnen“, sagt Ost-Mosheims Coach Mario Lubadel. „Das ist ja keine Bezirksoberliga-Mannschaft, sondern ein Team, das in der Oberliga mitspielen könnte“, wundert sich Lubadel über die international erfahrenen Neuzugänge. Der Heimspielfaktor

„Die Hütte wird brennen“, ist sich VfL-Coach Illian sicher, „der Heimvorteil spricht für Ostheim. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und unser Ding durchziehen. Aber es wird Phasen geben, wo wir schwanken werden.“ Auch Lubadel hofft auf den Heimvorteil: „Das könnte für mein Team der entscheidende Faktor werden. Ich appelliere an jeden Zuschauer, uns bis zum Schluss nach vorne zu peitschen.“ Der Heimvorteil könnte sich sonst ins Gegenteil verkehren, da von Wanfrieder Seite auch 100 Anhänger erwartet werden.

Die Trainerstimmen

Er muss über sich hinauswachsen: Torwart Alexander Lubadel vom TSV Ost-Mosheim trifft am Samstag im Topspiel auf den VfL Wanfried. Foto: Fischer

Wanfrieds Übungsleiter Heiko Illian sieht in Philip und Nico Bachmann sowie Spielmacher Amine Remus und Torhüter Alexander Lubadel die entscheidenden TSV-Akteure. „Beide Teams kennen sich gut, wir haben ähnliche Spielanlagen. Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden“, erklärt der 47-Jährige, der auf einen 28:26-Erfolg tippt. Lubadel sieht die Favoritenrolle klar bei den Gästen: „Dort spielen ja keine Ü30-Legionäre, sondern junge Ausländer, die physisch enorm stark sind. Ich kann aber schon jetzt stolz auf mein Team sein, das bislang ungeschlagen ist.“ Der Ausblick

Die gute Nachricht: Auch der Verlierer kann aufsteigen. Denn der Tabellenzweite geht am Ende der Saison in die Relegation mit dem Tabellenzweiten aus der Bezirksoberliga Kassel-Waldeck – und gilt dort als Favorit! „Wanfried und wir wollten vor der Serie aufsteigen. Gut möglich, dass genau das eintritt“, sagt Lubadel. Illian findet das auch: „Beide Teams gehören nicht in die Bezirksoberliga!“ Foto: Greim, Kasiewicz

Von Daniel Schneider und Marcel Glaser

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