Bad Sooden-Allendorf spielt starke Saison

Handballerinnen verzichten trotz Titelgewinn auf Aufstieg

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Optimistisch: TSG-Trainerin Sonja Werner.

Bad Sooden-Allendorf. Eine gute Rolle würden die Handballerinnen der TSG Bad Sooden-Allendorf nach ihrem Abstieg spielen, da waren sich alle Beteiligten sicher. Dass es sogar zum Titel und dem direkten Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga reicht, damit hätten wohl die Wenigsten gerechnet.

„Ich habe uns zu Beginn der Saison auf Platz drei gesehen“, sagt selbst Trainerin Sonja Werner im Rückblick. Einer der Gründe, warum sie ihrer mit vielen jungen Spielerinnen aufgestockten Mannschaft nicht gleich den großen Wurf zutraute, war der Spielplan. „Wir hatten zwischendrin immer wieder längere Pausen, die ein Team logischerweise aus dem Rhythmus bringen“, sagt sie. Dass dann auch noch Leistungsträgerinnen wie Marina Lindenthal (mit 128 Treffern Bezirksliga-Torschützenkönigin), Luisa Krengel und Xenia Riehm längerfristig ausfielen, machte den Bezirksliga-Spielbetrieb nicht gerade einfacher.

Optimistisch: TSG-Trainerin Sonja Werner.

„Am Ende war es die mannschaftliche Geschlossenheit und der tolle Zusammenhalt, die den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben haben“, sagt Sonja Werner. Dieser Zusammenhalt und der unbedingte Siegeswille zeigten sich besonders auf der Saisonzielgeraden. Als Tabellenführer und Topfavorit SV Reichensachsen II plötzlich anfing zu schwächeln, waren die Kurstädterinnen zur Stelle und gewannen nicht nur das direkte Aufeinandertreffen gegen den SVR zuhause mit 27:22, sondern behielten anschließend auch im entscheidenden Spiel beim Tabellendritten Vulkan Vogelsberg die Nerven. Denn dort verteidigten sie mit einem souveränen 27:21-Sieg den Platz an der Sonne.

Auch wenn man in der abgelaufenen Serie eigentlich keine Spielerin hervorheben sollte, führt an einer doch kein Weg vorbei: Anna Schubert. Die Torfrau zeigte sich gegenüber den Vorjahren in allen Belangen stark verbessert und hatte mit ihren großartigen Reflexen und den präzise eingeleiteten Tempogegenstößen gewaltigen Anteil am Erfolg der TSG Bad Sooden-Allendorf.

Nachdem sich die Mehrheit der Spielerinnen dafür ausgesprochen hat, auf das Aufstiegsrecht zu verzichten, wird die TSG Bad Sooden-Allendorf auch in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga antreten. „Das ist zwar einerseits bedauerlich, andererseits aber sicher die vernünftigere Lösung“, sagt Sonja Werner.

Personell wird sich bei den Kurstädterinnen nicht allzu viel ändern. „Mit der Mühlhäuserin Svenja Schnauss bekommen wir eine zusätzliche Torhüterin und mit Rückkehrerin Lea Guthardt eine starke Linkshänderin dazu“, sagt die Trainerin. „Ansonsten bleiben alle Spielerinnen an Bord.“

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